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Hinweis: blau dargestellte Worte verlinken auf erklärende Unterseiten, welche im Detail die Prinzipien und Vorteile darstellen und nicht auf Wikipedia!

VorwortBearbeiten

Um den Rahmen nicht in Gänze zu sprengen können die allermeisten Aspekte nicht erschöpfend behandelt, sondern nur grob angerissen werden. Zur Vertiefung dienen die Verlinkungen sowie jegliche anderen hinreichend kompetenten & ehrlichen Ausführungen (beispielhaft seien diesbzgl. rubikon.news, die Vorträge von Prof. Rainer Mausfeld, das "kritische-Netzwerk" und die Nachdenkseiten herausgehoben). Aufgrund der außerordentlichen thematischen Breite kann dieser Anriss weder den Anspruch der Vollständigkeit erfüllen noch erheben. Sofern wichtige, de facto zielführende Aspekte fehlen sollten, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass diese als irrelevant oder zu wenig maßgeblich erachtet wurden.

Angesichts dessen, dass die Mehrheit der Gesellschaft seit Jahrzehnten eine hinreichend kompetente Energiewende will und für diese auch noch gewichtige Argumente sprechen - siehe auch TELEPOLIS-Artikel Energiewende - Argumente jenseits des Klimawandels-, stellt sich die Grundsatzfrage, warum diese politisch nicht längst forciert wurde. Die Beleuchtung dieses Aspektes ist tatsächlich sogar bedeutender, als die Frage der technischen Umsetzbarkeit.
Dabei ergibt sich die Notwendigkeit einer qualifizierten Energiewende ganz ohne Klimawandeldebatte: Schon allein der Aspekt "Energieversorgung einer hochindustrialisierten Nation mit begrenzten, immer knapper werdenden fossilen / nuklearen Ressourcen bei gleichzeitig weltweit wachsendem Energiebedarf & extrem hoher Importabhängigkeit" sollte - hinreichend konsequent zu Ende gedacht - die Notwendigkeit einer Umstellung auf unerschöpfliche erneuerbare Energieträger als logisch zwingend erkennen lassen.

Tatsächlich sogar kommt dieses gesamte Konzept ganz ohne leidige Diskussion darüber aus, ob die Klimaerhitzung nun menschengemacht ist oder nicht: Jenseits des Klimawandels ist eine Energiewende nicht nur wegen der vielen damit verbundenen Vorteile für die Gesellschaft sinnvoll, sondern auch wegen der Ökokatastrophe (Zerstörung von Flora und Fauna) dringend erforderlich.
Angesichts des Eingangs erwähnten grundsätzlichen Aspekts ist der Ansatz für die Deckung der Primärenergie durch 100% EE systemisch-methodisch ein doppelter: auf der einen Seite der [wichtigere] politisch-strukturelle Aspekt und auf der anderen Seite der technisch-energetische. Letzterer basiert auf der signifikanten Reduzierung des entsprechenden [Primärenergie-]Bedarfs. Dieser ist nahezu zwingend. Warum? Weil sich der aktuelle Primärenergiebedarf [mit aller darin enthaltener Energieverschwendung] unter technisch-realistischen Erwägungen wohl nicht vollständig durch EE abdecken lässt. Die drei diesbzgl. Hauptaspekte (neben vielen anderen u.g. weiteren Aspekten) sind:

  1. Vollholzhäuser (siehe Punkt 1 im Kapitel Wärmesektor)
  2. Kriegsreduzierung (siehe Politik & Wirtschaft)
  3. Degrowth (siehe Politik & Wirtschaft)

Sofern hier auch Power2Gas & BHKW als eine schon existierende Technologie vorgestellt wird, die sowohl die Speicherproblematik, die Volatilität als auch "Überproduktion" und den damit bislang bestehenden Exportzwang löst, so erhebt diese Möglichkeit nicht den Anspruch "der einzig richtigen". Sofern in Teilbereichen bessere oder effizientere andere Speichermöglichkeiten existieren oder gefunden werden, so sind diese zu bevorzugen. Denn es geht um die Sache - nicht Dogmatismus.

Die zunächst hohen Investitionskosten könnten durch die Mehreinnahmen der nachgenannten Maßnahmen gegenfinanziert werden - und zwar, hinreichender politischer Wille vorausgesetzt, mit Leichtigkeit. Siehe Kapitel "Finanzierbarkeit".

BTW: Sog. "Klimaschutz" und Umweltschutz gehen Hand in Hand: Hinreichend sinnvolle und zielführende Maßnahmen zum sog. "Klimaschutz" - also das, was hinreichend seriöse und kompetente Wissenschaftler fordern - bedeuten immer auch Umweltschutz - oftmals auch umgekehrt.

Energiewende in Politik & WirtschaftBearbeiten

Auch Politik & Wirtschaft an sich erfordern umwälzende Veränderungen, denn Strom- und Energieversorgung erfolgen nicht im luftleeren Raum, sondern sind Teil eines größeren Ganzen - im Kontext allgemeinerer Zusammenhänge. Ist in der derzeitigen Ausgestaltung und Form des "großen Ganzen" eine Umsetzung dessen, was seriöse Naturwissenschaftler, Klimatologen und sonstige Experten fordern, überhaupt hinreichend möglich? Oder stehen die übergeordneten Zustände dem entgegen, was getan werden müsste? Was "derzeitige Ausgestaltung und Form" sowie "übergeordneten Zustände" konkret meint, dazu die folgenden Kapitel.

Beseitigung des schweren DemokratiedefizitsBearbeiten

Ganz grundsätzliche Überlegungen zur Energiewende und deren aktuellen Verwerfungen (z.B. EEG-Abgabe, Eigenverbrauchsabgabe etc.) führen unter der Prämisse hinreichender Kompetenz, Intelligenz und Ehrlichkeit zu folgendem Resümee:
Die Umsetzung einer qualifizierten Energiewende, wie sie hier vorgestellt wird, scheitert weder an Technik, noch Physik und auch nicht Kosten. Das alles sind händelbare Problematiken, die bewältigt werden können. Das Problem ist viel grundsätzlicher. In sofern ist der Disput um die angebliche Nichtmachbarkeit einer Energiewende nur eine Gespensterdebatte, welche von den wahren Problemen ablenken [soll].
Die Energiewende scheitert an politischem Versagen, nämlich gezielter Unwilligkeit und Gegenarbeit: Sie wird ausgebremst, sabotiert und torpediert, wo immer es nur geht. Ein qualifizierte Energiewende scheitert also an der Regierungspolitik! Wie ist das möglich, wo doch eine gesellschaftliche Mehrheit die Energiewende will?

Demokratie bedeutet "Herrschaft" des Volkes". An diesem kategorischen Maßstab muss sich jeder Staat messen lassen, welcher beansprucht, demokratisch zu sein.
Wenn eine klare Mehrheit der Gesellschaft mehr Umwelt- & Klimaschutz bzw. eine zielführende Energiewende will und viele andere berechtigte Anliegen hat, wie diverse repräsentativen Umfragen belegen, die Regierung jedoch bestenfalls lächerliches PillePalle umsetzt, dann ist der demokratische Maßstab "Herrschaft des Volkes" nicht erfüllt, sondern bestenfalls ein Anschein in Form einer Mogelpackung gewahrt. Diese fundamentale Missstand wiegt umso schwerer, wie die Richtigkeit der Forderungen einer qualifizierten Energiewende von der seriösen Wissenschaft festgestellt wird, sodass sich die Politik auch nicht rausreden kann, es besser zu wissen.
Da hilft es auch nichts, auf "repräsentative Demokratie" zu verweisen, denn auch jene unterliegt dem Maßstab "Herrschaft des Volkes". Prof. Rainer Mausfeld, der zwar oft mangels valider Sachargumente mit Substanzlosigkeiten wie z.B. ad hominem angegriffen wird, hat in diversen Vorträgen anhand der Historie und mit diversen Zitaten den Nachweis geführt, dass die Idee hinter der sog. repäsentativen Demokratie die Idee einer Fassadendemokratie war, um die Gesellschaft mit dem Anschein von Demokratie, wo in Wahrheit die Reichen und Mächtigen bestimmen, zu täuschen und so natürliche Abwehrmechanismen gegen Fremdbestimmung zu unterlaufen.
Die gesellschaftlichen Verwerfungen sind Folge der Herrschafts- & Machtstrukturen, die eben keine echte, sondern nur eine Scheindemokratie ist. Würden die Regierungen dem Anspruch der Interessenvertretung der Gesellschaft de facto gerecht werden, sähe deren Handeln substanziell anders aus.

Brandaktuell: Wie die Regierung weiter Demokratie abbaut, indem sie die Bürger von der Mitbestimmung bei Bauprojekten ausschließt - aus den Nachdenkseiten:

„Der Wähler gibt bei der Wahl mit seiner Stimme das politische Mitbestimmungsrecht ab und legitimiert damit die Handlungen, die später gegen ihn unternommen werden.“ – Herbert Wehner, SPD-Urgestein, zugeschrieben?

„Deutschland ist ein Supertanker, aber im Führerhäuschen sitzt nicht der Bundeskanzler, sondern da sitzen die Leute, die hier auf dem Podium sind“ – ehemaliger Dresdner-Bank-Vorstand Ernst-Moritz Lipp mit Blick auf rund 500 feiernde Finanzstrategen und Topleuten aus der Wirtschaft

„Was wir haben ist eine Scheindemokratie ... Was wir haben ist tatsächlich eine Plutokratie, eine Herrschaft des Geldes ... im Monument haben wir eine Herrschaft des Geldes, des Geldadels und dem ist eine domokratische Fassade vorgeschaltet, die aber keine große Wirkung ... hat. Die wichtigen Entscheidungen werden von Leuten gefällt, die nicht gewählt werden und die gewählt werden treffen i.d.R gar nicht so viele Entscheidungen, wie man meint.“ – „Mr Dax“ Dirk Müller, im Interview „Der fehlende Part“


EUBearbeiten

Die EU ist ein zutiefst undemokratisches Konstrukt mit totalitären Tendenzen. Sie generiert sich als Ausspielorgan anti-demokratischer neoliberaler Dogmatik. Immer offener schert sich die EU einen Dreck darum, was die Gesellschaft will (Europäische Bürgerinitiative gegen das TTIP-Freihandelsabkommen mit fadenscheiniger Pseudoargumentation abgebügelt, EU-Urheberrechtsreform, Subventionen für fossile Energieträger, als gäbe es keine kritische Klimaerwärmung).
Mitunter gebiert sich die EU als Hebel, um durch die Hintertür national gescheiterte Gegesetzesanliegen durchzudrücken. Ist diese EU reformierbar? Kritische Experten verneinen dies.

Die MachtfrageBearbeiten

Letztendlich führt alles zum ultimativen Aspekt der Machtfrage:
Wer hat wirklich -jenseits der Fassade & Täuschung- die [Entscheidungs-]Macht oder die Möglichkeiten, die politischen Entscheidungen im Sinne der Gier der Geldmächtigen und Geschäftsinteressen der Großkonzerne zu beeinflussen?

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und Diejenigen, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden“
– Horst Seehofer

Die extreme VermoegensschieflageBearbeiten

Extremreiche als zerstörerische Machtelite, die noch nie ein Interesse daran hatten, ihre Macht durch echte Demokratie "beschneiden" zu lassen.

„Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese Unvermögenden!“
– Friedrich Nietzsche

Wenn also Geld der Hebel der Macht ist, dann ist die logische Konsequenz, dass extremer Reichtum erst abgebaut und dann verhindert werden muss. Die zu ergreifenden gesetzgeberischen Aktivitäten müssen das gesamte breite Spektrum geeigneter & zielführender Maßnahmen (für Extremreiche z.B. hohe Vermögens- & Erbschaftssteuer, ggf. Bodensteuer) abdecken, weil auch die Ursachen in vielen unterschiedlichen Aspekten (multifaktoriell) zu finden sind.

„Wir mögen Demokratie haben oder Reichtum in den Händen der wenigen, aber wir können nicht beides haben.“
– Louis Brandeis, ehemal. Richter am Obersten Gerichtshof der USA

Die FossilindustrieBearbeiten

Welche Großkonzerne (TNC) verdienen womit das meiste Geld und verfügen damit auch über die höchsten finanziellen Mittel, um Propaganda, FUD & Desinformation im Sinne ihrer Geschäftsinteressen zu betreiben und Einfluss bzw. Druck auf die Regierung auszuüben? Unter den Top 10 der weltweit größten Unternehmen finden sich sechs Ölkonzerne - aber unter den Top 100 nicht ein einziges EE-Unternehmen. Soviel zu den tatsächlichen konzernmäßigen Machtverhältnissen und Einflussmöglichkeiten.

>> Der Feind im Innern - Anders als gern behauptet, besteht keinerlei Gefahr für „unsere Demokratie“ — denn wir leben in einer Konzerndiktatur.

Die FinanzindustrieBearbeiten

Vom Autor der Bücher "Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs" und sowie Telepolis-Autor Enrst Wolff:

Der tiefe StaatBearbeiten

Auch Maßnahmenstaat oder dualer Staat im Gegensatz zum Rechts- oder Normen-Staat.

„Tiefer Staat meint für Deutschland: eine eigene Struktur, die nicht kontrolliert wird, die nicht rechtsstaatlich eingebunden ist, in der diese tiefe Struktur nach eigenen Opportunitätsgesichtspunkten handeln und walten kann. Ohne rechtsstaatliche Einhegung und ohne Kontrolle durch die gewaltenteilende Demokratie.“
– Prof. Hans-Joachim Funke, Politikwissenschaftler

„Im Unterschied dazu [Zum Normenstaat] orientiere sich der Maßnahmenstaat nicht an Rechten, sondern ausschließlich an Überlegungen der situativ-politischen Zweckmäßigkeit. Entscheidungen würden "nach Lage der Sache" getroffen. In diesem Sektor "fehlen die Normen und herrschen die Maßnahmen".“
– Ernst Fraenkelt, 1898-1975, Der Doppelstaat

Weiterführendes: https://www.diigo.com/user/pirat_logos?query=%23tieferStaat

GeheimdiensteBearbeiten

Deutschland leistet sich drei Geheimdienste: MAD, BND und den augenscheinlich in Teilen braun unterwanderte sog. "Verfassungsschutz", der als eine verfassungsfeindliche Organisation agi[tiert] so tief im braunen NSU-Sumpf und deren Morde verstrickt war, dass er den NSU-Bericht für 120 Jahre unter Verschluss halten will. Immer wieder hat die "Verfassungsschutz" genannte verfassungsfeindliche Organisation die Personen nicht überwacht, die sie hätte überwachen müssen (rechtsextreme Mörder) und die überwacht (Linke), die sie nicht hätte überwachen dürfen. Mitunter hat sie mit [rechtsextremen] Mördern sogar zusammengearbeitet oder diesen zugearbeitet bzw. diese unterstützt (Anis Amri).

Da sich diese Geheimdienste erfahrungsgemäß trotz einer "Parlamentarische Kontrollgremium" genannten Alibiveranstaltung nicht hinreichend kontrollieren lassen, müssen diese den Rechtsstaat unterminierenden Behörden dicht gemacht und die Täter (mutmaßlich z.B. Andreas Temme (alias "Klein-Adolf")) strafrechtlich verfolgt und ggf. eingeknastet werden.

Abhilfe: Neustrukturierung und Neuausrichtung der PolitikBearbeiten

Politik müsste de facto und nicht nur hehren aber leeren Worten gemäß die Interessen der Gesellschaft vertreten und damit dem Gemeinwohl dienen - anstatt sich willfährig zu Handlangern und Erfüllungsgehilfen der Interessen der Finanzindustrie (Banken & Schattenbanken, IWF), Geldmächtigen und Großkonzernen, welche denen der Gesellschaft oftmals diametral entgegen stehen bzw. auf deren Kosten exekutiert werden, herabzuwürdigen.

Nicht mehr vermeintliche oder tatsächliche Kosten oder vergötzte "freie Märkte" dürfen der bestimmende Faktor sein, sondern die wahren Interessen einer Gesellschaft und damit einer echten Demokratie müssen darauf ausgerichtet sein, wie Ur­ur­en­kel-gerechte Politik auszusehen hat, die das Wohl der Gesellschaft und Umwelt im Mittelpunkt als höchste Priorität hat, indem sie erstrebenswerte Lebensbedingungen aufbaut, fördert und erhält anstatt zerstört (Gemeinwohlökonomie). Also das glatte Gegenteil der neoliberalen Ideologie/Dogmatik mit ihren der zerstörerischen Folgen für Mensch und Mitwelt:

"Unsere These besagt, dass die Idee eines selbst-regulierenden Marktes reine Utopie ist. Eine solche Institution könnte nicht für längere Zeit ohne Vernichtung der menschlichen und natürlichen Substanz der Gesellschaft existieren; es würde Menschen physisch vernichten und seine Umgebung in eine Wüste verwandeln.“
– Karl Polanyi, ungarisch-österreichischer Wirtschaftshistoriker sowie Wirtschafts- & Sozialwissenschaftler

Letztendlich bedeutet dies, dass die "Rettung" der Gesellschaft, der bekannten Zivilisation und der Um- bzw. Mitwelt wahrscheinlich nicht ohne Sturz der Machteliten zu haben ist. Die Bereicherung einer kleinen Bande an obszön Extremreichen auf Kosten der Gesellschaft muss umgekehrt werden. Inhaltlich in erster Näherung durch das Gegenteil dessen, was neoliberale Ideologen fordern oder umsetzten (Rollback & Umkehrung neoliberal lobbyierter Gesetze) und durch geeignete Strukturen, die einen Machtmissbrauch durch Extremreiche, Großkonzerne, den militärisch-industriellen Komplex oder gar den tiefen Staat weitestgehend verunmöglichen:

"Wie können wir unsere politischen Einrichtungen so aufbauen, dass auch unfähige und unredliche Machthaber keinen großen Schaden anrichten können?"
- Karl R. Popper, wichtigster Philosoph der Neuzeit und Entwickler der Wissenschaftstheorie Falsifikationismus

Lobbykratie und corporatocracy beendenBearbeiten

Lobbykratie und corporatocracysind strukturelle Verwerfungen, welche dem Anspruch "Herrschaft des Volkes" bzw. deren Interessenvertretung konterkarieren. Sie müssen nachhaltig beseitigt und belastbare Maßnahmen ergriffen werden, um sowas in Zukunft zu unterbinden.

Lobbyisten raus den MinisterienBearbeiten

Schon vor rund 12 Jahren thematisierten die Autoren Sascha Adamek und Kim Otto mit ihrem 19. Februar 2008 erschienene Buch Der gekaufte Staat: Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben eine strukturelle antidemokratische Verwerfung: Dass nämlich Konzernmitarbeiter direkt in Ministerien sitzen und Gesetzentwürfe für die Branche ausarbeiten, denen diese Lobbyisten angehören.

Echte GewaltenteilungBearbeiten

Eine der Grundpfeiler einer Echten Demokratie, als einer solchen, welche de facto ihrem Anspruch "Herrschaft des Volkes" gerecht wird, ist in unserer Fake-Demokratie nicht mehr vorhanden: Gewaltenteilung. Nur auszugweise Beispiele ohne den Anspruch der Vollständigkeit:

  • die Exekutive (Polizei) maß sich teilweise die Befugnisse der Legislative an, indem sie ihre eigenen Gesetze schreibt.
  • Politische Weisungsgebundenheit von Strafverfolgern (Politische Beamte: Staatsanwälte [1])

Direkte DemokratieBearbeiten

Die Abkehr bzw. Überwindung von der Pseudo-Demokratie durch Einführung einer echten Demokratie durch z.B. bindende Volksentscheide, Bürgerbegehren, direkte Demokratie etc. und hinreichende Transparenz, welche Hinterzimmerlobbyismus verunmöglicht, könnten Ansätze zur Lösung der hier vorgenannten Probleme sein.

Echte Kontrolle der RegierungBearbeiten

Damit der oft bemühte "mündige Bürger" auch eine qualifizierte Meinungsbildung ausbilden kann (was aktuellen Regierungen zu vermeiden versuchen, weil dann ihre Schweinereien öffentlich würden), bedarf es einer freien, schonungslosen und kritischen Kontrolle und Aufklärung durch diverse "Akteure":

Unabhängige Öffentliche-RechtlicheBearbeiten
Unabhängige PresseBearbeiten

Die Massenmedien sind neoliberal durchseuchte Systemmedien, die ihren Auftrag, als 4. MAcht die Regierung kritisch zu kontrollieren, nur noch rudimentär bis gar nicht nachkommen.

WhistleblowerschutzBearbeiten

Personen, welche die wichtige Aufgabe der Kontrolle der Regierung und/oder Aufdeckung von deren illegalen Tätigkeiten wahrnehmen (z.B. Julian Assange, Edward Snowden und Manning), müssen umfassenden, verfassungsmäßig garantierten Whistleblowerschutz genießen.

VerfassungaenderungBearbeiten

Damit all dies nicht vom Wohlwollen der jeweiligen Regierung abhängt, müssten grundlegende Ziele Verfassungsrang erhalten - und zwar gegenüber der Regierung einklagbar. Anstatt neoliberalen Wahnsinn wie eine Schuldenbremse in die Fassung zu schreiben (da und überall sonst gehört sie dringend raus) müssten z.B. die Privatisierung gesellschaftlich essentieller Infrastruktur wie z.B. Wasser- & Stromversorgung, das Verkehrsnetz (Straßen, Autobahn und Schienen) generell verboten und nur unter der zwingenden Voraussetzung erlaubt werden, dass im Vorfeld ein belastbarer Nachweis gelingt, dass dies zum Wohle der Gesellschaft wäre und im Betrieb auch laufend der Beweis dafür erbracht wird. Ebenfalls sollte nicht nur die Vorbereitung, sondern auch das Führen von oder die Beteiligung an Angriffskriegen kategorisch verboten und Kriege ausschließlich zur Selbstverteidigung erlaubt werden.
Spätestens die dreifach Mitwirkung an oder Zustimmung zu verfassungswidrigen Gesetzen müsste automatisch zur Aufhebung der Immunität und zum dauerhaften Ausschluss aus allen politischen Ämtern führen - unter Verlust jeglicher "Pensions"- oder anderer Bezüge.

Abkehr vom NeoliberalismusBearbeiten

Was hat denn Neoliberalismus (bzw. Marktradikalismus, Marktfundamentalismus, Neoklassik etc.) mit dem Thema Energiewende zu tun? Viel mehr, als es zunächst einleuchten mag. Sogar in doppelter Hinsicht:

  1. Zum einen, weil Neoliberalismus neben jenem Demokratie vortäuschenden Konzept "repräsentative Demokratie" kategorisch bzw. systemisch anti-demokratisch ist (siehe auch 2.4.2.2), weil mit jener ideologisch unvereinbar. De facto strebt Neoliberalismus hinter dem Deckmantel "Liberalismus" eine faschistoide Diktatur an. Neoliberalismus höhlt Demokratie systematisch aus - siehe auch Elitendemokratie und Meinungsmanagement | Rainer Mausfeld.
  2. Zum anderen: Neoliberalismus ist eine weitere wesentliche und ideologische Ursache des politischen bzw. wirtschaftlichen Widerstandes gegen jegliche berechtigte Schutzanliegen (damit ist das Ansinnen der Extremreichen nach Schutz ihres per Ausbeutung zusammengerafften "Eigentums" außen vor) und gegen die berechtigten Interessen der Gesellschaft (z.B. Stromversorgung fürs "Volk" und nicht als Gewinnmaximierungeskonstrukt für Geldmächtige und Großkonzerne, die sich auf Kosten der Gesellschaft bereichern).

Die Motivation, Intentionen und Ziele (neben den unter "Vorteilen" genannten) dieses qualifizierten Energiewendekonzeptes wie

Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Verantwortung, Ur­ur­en­kel-gerechte Strukturen

sowie deren politisch forcierte Umsetzung durch Rahmensetzung, Regulierung, Steuerung und Gesetzgebung
sind samt und sonders mit den zutiefst asozialen, verantwortungslosen und zerstörerischen ideologischen Dogmen des Neoliberalismus [oder auch Marktradikalismus] kategorisch unvereinbar (siehe oben).
Die unter Blut, Schweiß und Tränen erkämpften zivilisatorischen Errungenschaften und "westlichen Werte" (z.B. Bürger- & Menschenrechte, Arbeitnehmer-, Umwelt- und Verbraucherschutzrechte) werden unter der Meinungshegonie des zerstörerischen Neoliberalismus (in Politik, Wirtschaft und Lehrbetrieben [sowie den allermeisten Massenmedien]) den [marktradikalen] Götzen

  • Mammon (Gewinnmaximierung auf Teufel komm raus) und
  • freie Märkte, die angeblich alles allein zum besten regeln (moderner Magieglaube an eine unsichtbare Hand) und der Staat sich am besten ganz raushalten soll

zum Fraß vorgeworfen. Für den gemeinen Neoliberalen, der Kapitalismus ohnehin nicht verstanden hat, sind Aspekte wie

Verantwortung, Schuld, Ausbeutung, Solidarität, soziale Erwägungen

entweder Fremdworte oder wurden sinnentleert bzw. pervertiert (neoliberal angestrebter und/oder exekutierter Sozialabbau). Ergo: unter der Meinungshegemonie der neoliberalen Ideologie ist der dringende notwendige Wechsel der politischen Prioritäten weg von Mammon & Märkten hin zur Verantwortung gegenüber Mensch & Umwelt nicht hinreichend konsequent zu haben. Oder um des mit den Worten Dirk Pohlmanns zu sagen:
"Die Stunde der Entscheidung - Wir können nicht beides retten: das Ökosystem und unser dysfunktionales Wirtschaftssystem — von einem von beiden müssen wir uns verabschieden“.

Aus gutem Grund tummelt sich in gewissen Scheinskeptiker-, Dogmatiker-, Klimawandelleugner-Szene und/oder Energiewende-hater-Blogs sowie yt-Kanälen insbesondere neoliberales Gesindel und Libertäre.

Forderungen bzw. Maßnahmen:

  • Totale und konsequente Abkehr vom Neoliberalismus
  • Rollback aller neoliberalen Gesetzgebung seit dem berüchtigten Lambsdorff-Papier
  • Umkehrung der damals gegen die eigenen Gesellschaft exekutierten asozialen Gesetze in ihr Gegenteil
  • Hinwendung zu einer echten, tatsächlichen sozialen Marktwirtschaft (im Ansatz der sog. "rheinische Kapitalismus"), die das Wohl von Mensch und Umwelt zur obersten Priorität setzt.
  • Wirtschaft und Banken bzw. der Finanzsektor (incl. sog. Schattenbanken) werden als Diener der Gesellschaft auf ihre Plätze verwiesen.

Der oftmals von der [neoliberalen] Politik, den [neoliberalen] Massenmedien und der Wirtschaft kolportierte Ansatz, dieses [neoliberale] System (neoliberal fehlgesteuerter Kapitalismus), "die Wirtschaft" oder "die Märkte" würden uns aus dem Schlamassel wieder herausholen, in welches ebenjene die Umstände reingeritten haben, ist blanker Wahnsinn, den schon Albert Einstein klar zurückgewies:

"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

Weiterführendes zur Vertiefung und Vermeidung von Missverständnissen:

Ergo: die gesamte industralisierte westliche Welt lebt in einem neoliberal fehlgesteuerten Kapitalismus.
Die konsequente und radikale Abkehr vom Neoliberalismus/Marktradikalismus wäre in sofern schon ein ganz wesentlicher Systemwechsel.

Infrastruktur-Reverstaatlichung und -RekommunalisierungBearbeiten

Im Zuge des neoliberalen Umwälzung wurde das Märchen erzählt, dass der Staat stets schlecht und private Unternehmen per se alles besser/effizienter könnten, von der Regierung geglaubt und durch einen Ausverkauf von Staats- bzw. kommunalen Eigentum (Privatierungswelle) umgesetzt.

Essentielle gesellschaftliche und wirtschaftliche Infrastruktur wie Strom- und Wasserversorgung, die beides natürliche Monopole sind, wo ohnehin keine Konkurrenz existiert, hätte niemals in die Hände profitgieriger Unternehmen entlassen werden dürfen. Beides (Stromnetz & Wasserversorgung) gehört reverstaatlicht und/oder rekommunalisiert. Gemeingut gehört demokratisiert statt privatisiert. Das erspart den Bürgern obendrein noch Geld.

Widerstand gegens GlobalisierungsdogmaBearbeiten

Entgegen neoliberaler Desinformation ist "Globalisierung" weder eine Naturgewalt noch eine "ehernes Gesetz unserer Zeit", der gegenüber die Staaten hilflos sind. "Globalisierung" ist in Wahrheit ein neoliberaler Mummenschanz, mit dem neoliberale Wasserträger & Erfüllungsgehilfen Geldmächtiger und Großkonzerne die Gesellschaften gegeneinander lohndumpingmäßig ausspielen wollen. Mit hinreichend hohen Zöllen (Teufelszeug für den gemeinen Neoliberalen) lässt sich dieser gegenseitigen Ausbeutung ein Ende setzen.

Beendigung von FreihandelsabkommenBearbeiten

Handel über große Entfernungen ist schon aus reinen Umweltaspekten weitestmöglich zu vermeiden und nicht noch mit sog. "Freihandelsabkommen", die auch aus diversen anderen Gründen abzulehnen sind, zu fördern. Daher sind bestehende "Freihandelsabkommen" aufzukündigen und ein Verbot für neue zu erlassen.

KriegsvermeidungBearbeiten

Da die US-Armee zu den größten Umweltverschmutzern bzw. Umweltzerstörern sowie Umweltverseuchern und CO2-Emittenten zählt und sich als Totengräber für Natur und Umwelt betätigt, sollte deren Einsatz von Deutschland vermindert/verhindert werden, wo es nur geht. Z.B. durch die Schließung von Ramstein und sämtlicher anderen US-Militärbasen auf deutschem Boden, welche der USA nur als stationärer Flugzeugträger für ihre imperialen und oftmals illegalen, weil völkerrechtswidrigen Angriffskriege dienen.

Daher Kriegs-Vermeidung bzw. -Beendigung, wo immer es nur geht:

Konret bedeutet dies beispielsweise die sofortige Beendigung jeglicher Anheizung von Konflikten:

Anstatt den Wehretat auf 2% des BIP zu steigern, sollte dieser auf 0,5% verringert werden und die freigewordenen Geldmittel in eine qualifizierte Energiewende (z.B. Subventionen) gesteckt werden, um umso schneller aus deren mannigfaltigen Vorteilen Nutzen zu ziehen.

Problem: Dieser Ansatz - mit idealerweise Ausstieg aus der zum Angriffsbündis gewandelten NATO oder gar deren Auflösung- dürfte wohl auf erbittersten Widerstand sowohl des Militätrisch-industriellen Komplexes wie auch des Kriegsimperiums USA stoßen.
Dieser Punkt steht deswegen nicht "ganz oben auf der todo-Liste", weil auch die diversen illegalen Kriege den übergeordneten Ursachen Demokratiedefizit und Neoliberalismus geschuldet sind. Siehe auch Neoliberalismus als kriegstreibende Kraft

Oel-Abhängigkeit und RessourcenkriegeBearbeiten

Die derzeitige industrialisierte Welt ist extrem stark vom Öl abhängig - der weltweite Ölbedarf beträgt 42 Supertanker - pro Tag! Weil dieses Öl und weitere Ressourcen in anderen Länder liegen werden und z.B. die USA nicht bereit sind, die Gesellschaften dieser Länder vom eigenen Ressourcenreichtum hinreichend partizipieren zu lassen (illegaler, völkerrechtswidriger Regierungsputsch im Iran 19... durch die CIA und MI6, weil der demokratisch gewählte Präsident Massadegh die Ölkonzerne verstaatlichte, damit die eigene Bevölkerung vom Ölreichtum profitierte), werden darum diverse illegale Ressourcen- und Ölkriege geführt. Was wiederum in einen Teufelskreis mündet, weil das Militär selbst Öl- & Ressourcen benötigt

Der militärisch-industrielle KomplexBearbeiten

Also das Machtinstrument Militär, mit dem sich durch illegale Angriffsgkriege Zugriff bzw. Einfluss auf fremde Ressourcen verschafft wird, führt seinerseits zu einem steigenden Ressourcenbedarf, was wiederum noch mehr Militär erfordert. Der in Orwellschem doublespeak als "Verteidigungsetat" schöngeredete Angriffsetat des US-Imperiums von rund 300 Mrd. Dollar vor dem 11.September 2001 wurde inzwischen mehr als verdoppelt und beträgt aktuell (Stand 2020) rund 700 Mrd. US $.
Eine Befreiung aus dieser zerstörerischen Abhängigkeit erfordert eine qualifizierte Energiewende.

NATO-AustrittBearbeiten

Da die NATO bzw. deren Mitgliedsstaaten tatsächlich nicht angegriffen wird, sofern ihre Mitglieder andere Länder illegal bzw. völkerrechtswidrig angreifen, ist die NATO de facto kein Verteidigungs-, sondern ein Angriffsbündnis. Gemäß dieser Tatsache ist das Geschwafel von "Verteidigungsministerien" nur täuschendes Orwellsches doublespeak: es sind Angriffsministerien und Angriffsminister.
Konsequenz: Austritt aus der NATO, denn nur so ließe sich der Möglichkeit Einhalt gebieten, über NATO-Bündnisverpflichtungen selbst dann in einen illegalen Angriffskrieg gezogen zu werden, wenn eine verantwortungsvollere Regierung als unsere dies nicht wollte (während selbst die ehemalige Friedenspartei "Die Grünen" seit Jahren jedem Krieg zustimmten oder das Wort redeten. Spätestens seit Deutschland unter Mitwirkung der Grünen im Allgemeinen und des grünen Außenministers Joschka Fischer im Besonderen in den ersten [illegalen] Krieg nach Beendigung des 2 WK geführt wurde, vollzog diese Partei den Wandel von grün zu olivgrün).

Konzeptionelle Energie- und RessourcenbedarfsminderungBearbeiten

Besser noch, als fossile und nukleare Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen ist eine nachhaltige Senkung des Energiebedarfs. Während technische Effizienzsteigerungen oftmals zu Rebound- oder gar Backfire-Effekten führen, tragen Konzepte die ungleich höhere Chance, selbige zu vermeiden. Die Reihenfolge der folgenden erste drei Aspekte stellt gleichzeitig deren Wichtigkeit dar.

LanglebigkeitBearbeiten

Kaum ein Aspekt der Energiebedarfsreduktion der Herstellung von Nutzprodukten ist besser geeignet, mittel- langfristig den Energie- & Ressourcenbedarf substanziell zu verringern, als möglichst langlebige Produkte (>> degrowth).

Obsoleszenz-VerbotBearbeiten

Verbot von Obsoleszenz - Förderung (ggf. Subventionierung) möglichst langlebiger Produkte. Gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungszeit von 5 Jahren, wo immer sinnvoll & möglich.

ReparierbarkeitBearbeiten

Nutzprodukte müssen reparierbar sein (>> degrowth). Ließe sich durch gesetzliche Vorschrift durchsetzen..

Umfassendes RecyclingBearbeiten

Transformation in eine strenge & umfassende Recycling-Wirtschaft (z.B. cradle2cradle) mit echtem Recycling (kein wertminderndes Downcycling), wo schon bei der Konzipierung Wiederverwertbarkeit (z.B. Sortenreinheit, Glas statt Blech oder Kunststoff) als integrales Prinzip verwirklicht wird.

Evidenzbasiertes GesundheitssystemBearbeiten

... 90% der Medizin schaden mehr als sie nützen.  ...
... und da erkennt man eben, wie viele Schäden durch Medizin entstehen.
Und wenn man das sieht und häufiger sagen muss, dass das Unterlassen der Medizin für den
Patienten günstiger gewesen wäre als das Behandeln, muss man irgendwann mal die Seite
wechseln und sagen, wir müssen dafür sorgen, dass nur die Medizin stattfindet,
die tatsächlich wissenschaftlich gesichert sinnvoll für den Patienten ist.
- Gerd Reuther, Radiologe [2]

Konsequente, zielführende Transformation vom derzeitigen eminenzblasierten Krankensystem und einer mitunter kriminelle Pharma-Industrie zu einem evidenzbasierten Gesundheitssystem. Ersteres lebt von der Krankheit und will den Patienten nicht heilen, sondern nur am Leben halten [1]. Letzeres will Patienten dauerhaft heilen.
12-15% des BIP werden derzeit im Krankensystem umgesetzt (380 Mrd. € / a)[3], wovon in allererster Linie die Pharmaindustrie profitiert. Ein Wirtschaftssystem, wo Krankheit und hohe Kosten positiv ins BIP einfließen, jedoch Gesundheit und Heilung dem "ewigen Wirtschaftswachstum" entgegen stehen, ist in sich krank.

[1] „Was bringt den Doktor [/die Pharmaindustrie] um sein Brot? Die Gesundheit und der Tod. Drum hält der Arzt [/die Pharmaindustrie], auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“

Dass dies nicht nur ein Spruch/Witz oder Reim ist, beweist die Äußerung eines Goldmann-Sachs-Analysten:

„Ist Patienten zu heilen wirklich ein gutes Geschäftsmodell?“ – Salveen Richter

Krankenhäuser etc. hätten aus den hier genannten Gründen niemals privatisiert (> Neoliberalismus!) werden dürfen, denn zwischen den Zielen Heilung und Gewinngenerierung/-Maximierung liegt ein systemisch unauflösbarer Konflikt.

Minimierung von RessourcenverschwendungBearbeiten

Jenseits technischer Effizienzsteigerungen müssen generell konzeptionell geeignete Methoden erdacht und implementiert, sowie Maßnahmen ergriffen werden, um Ressourcenverschwendung weitmöglichst zu verringern und/oder gar ganz zu vermeiden.

Beendigung umweltschaedlicher SubventionenBearbeiten

"Umweltschädliche Subventionen in Deutschland" - so lautet der Titel einer vom Bundesumweltamt herausgegebenen 124-seitigen Bröschüre. Siehe dazu auch:

  • umweltschädliche Subventionen (Bundesumweltamt)
    Umweltschädliche Subventionen belasten den Staatshaushalt doppelt: Zunächst durch Mehrausgaben und Mindereinnahmen des Staates. Später durch erhöhte Kosten für die Beseitigung von Schäden an Umwelt und Gesundheit. Im Jahr 2012 beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen auf über 57 Milliarden Euro. (mit Bild "Hüttenschorsteine und eine Braunkohlengrubezum" und Untertitelung "Subventionen zur Gewinnung von Braunkohle als Energieträger schaden der Umwelt."
  • UMWELTSCHÄDLICHE SUBVENTIONEN ABBAUEN! (Greenpeace)
    „Nachhaltigkeit“ ist ein Wort, das in den Reden vieler deutscher Politiker seit Jahren Konjunktur hat. Doch nicht-nachhaltiges, umweltschädliches Wirtschaften wird in Deutschland noch immer belohnt. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) fließen hierzulande allein auf Bundesebene fast 50 Milliarden Euro in umweltschädliche Subventionen – jedes Jahr. Würde man die auf Ebene der Bundesländer und Kommunen gewährten Vergünstigungen hinzunehmen, läge diese Summe noch deutlich höher. Nicht berücksichtigt sind außerdem die milliardenschweren, in weiten Teilen umweltschädlichen Agrarsubventionen, die über den EU-Haushalt fließen.
  • Umweltschädliche Subventionen abbauen (BUND.net)
    Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, genau wie die Aufnahmekapazität der Erde für Schadstoffe. Klimakrise und Artenverlust, Überdüngung der Felder und Überfischung der Meere, Verkehrschaos auf den Straßen und Feinstaub in den Städten – all diese Probleme führen uns jeden Tag vor Augen, dass wir die Grenzen nachhaltigen Lebens auf der Erde längst überschritten haben.

Forderung: Vollständiger Abbau umweltschaedlicher Subventionen. Deren Summe beläuft sich laut Umweltbundesamt auf 57 Mrd. € / Jahr. Die Verlagerung bzw. Umlenkung der umweltschaedlichen Subventionen in umweltschützende Bereiche würde keinen Cent kosten und wäre eine Finanzierungsmaßnahme.

BraunkohleBearbeiten

Keine Förderabgabe für BodenschätzeBearbeiten

"Braunkohle ist von der sogenannten "Förderabgabe für Bodenschätze" freigestellt" - (Faktencheck "Die Anstalt", s. 32) & "Braunkohle in Deutschland - Bestandsgarantie für Zombies"

Kaum Abgaben für WasserentnahmeBearbeiten

"Förderunternehmen sind auch weitgehend von den sogenannten "Wasserentnahmeentgelten" befreit. Sie saugen im Schnitt für etwa 17-20 Millionen Euro Wasser aus dem Kreislauf, gratis." - Quellen: s.o.

Staatliche FoerderungenBearbeiten

"Die staatlichen Förderungen mit Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte und die nicht internalisierten externen Kosten der Braunkohleverstromung summieren sich im Jahr 2017 auf rund 28 Mrd. EUR." http://www.foes.de/pdf/2018-06-25-GPE-Studie-Braunkohle.pdf
http://www.ausgeco2hlt.de/wp-content/uploads/2013/07/Raus_aus_der_Kohle_web.pdf

KerosinBearbeiten

Warum ist ausgerechnet extrem umwelt- und klimaschädliches Kerosin unbesteuert? Dessen Verbrennung in großen Höhen ist aufgrund der Kondensstreifenbildung besonders schädlich (Treibhauseffekt durch Wasserdampf bzw. Wolken wird nicht einmal von den "Flaggschiffen" der Leugner-Szene bestritten)? Abhilfe: hohe Besteuerung von Flugbenzin - ggf. Nachversteuerung

Internationale FluegeBearbeiten

Erst vom mitunter viel gescholtenen Harald Lesch wird öffentlichkeitswirksam auf die Absurdität hingewiesen, dass nicht nur Kerosin steuerbefreit ist, sondern obendrein auf internationals Flüge keine MWSt erhoben wird. Das Gegenteil müsste erfolgen: eine extra hohe MWSt. Die Kosten müssen so hochgeschraubt werden, dass substanziell weniger Flüge stattfinden.

EEG-AusnahmeregelungBearbeiten

Über 2000 Unternehmen sind von der EEG-Umlage nahezu vollständig befreit. Die sind zwar "nur" 5% der Unternehmen - diese verbrauchen aber über die Hälfte des Stroms. Bezahlen muss das der normale Stromkunde, der auf diese Weise genötigt wird, Unternehmen und Großkonzerne zu zwangssubventionieren, die oftmals keine EEG-Umlage zahlen [4]. Dazu die Anstalt vom 1. Oktober:

"Der billige Ökostrom kommt also nicht mir als Verbraucher zugute, der die EEG Umlage bezahlt... sondern der energieintensiven Industrie, die von der EEG Umlage ausgenommen ist? Das EEG ist also in Wahrheit keine Ökostrom-Förderung mehr, sondern eine Subvention für die energieintensive Wirtschaft!"

Pervertierte und verantwortungslose Regierungspolitik eben.

Globaler WarenverkehrBearbeiten

"Wer heute mit der Deutschen Post eine Warensendung unter zwei Kilogramm von Köln nach Düsseldorf schicken will, muss diese Sendung als Päckchen verschicken und zahlt dafür 4,50 €. Wer jedoch das gleiche Päckchen aus Peking per Luftpost nach Düsseldorf schicken will, zahlt laut Branchenschätzungen nur rund 1,30 €" (Auszug aus unten verlinktem NDS-Artikel)

Die ursprünglich mal sinnvolle Regelung für Briefe -um auch ärmeren Menschen einen weltweiten Briefversand zu überschaubaren Kosten zu ermöglich- ist heutzutage pervertiert: "Als Brief gelten laut Weltpostverein nämlich auch alle Warensendungen bis zu einem Umfang von 90 cm und einem Gewicht von zwei kg". Siehe Nachdenkseiten-Artikel
Eklat beim Weltpostverein – Wenn Trumps Protektionismus nebenbei womöglich mehr für das Klima tut als der Klimagipfel der Bundesregierung

Forderung: Beendigung diese Subventionierung von ehemals sinnvollen Bestimmungen im internationalen Postverkehr, welche im Zuge der Globalisierung jedoch absurde und schädliche Blüten zeigen. Z.B. durch Änderung der Bestimmungen: nur noch für Briefe bis 100g.

Subventionierung des Guten, Besteuerung des SchlechtenBearbeiten

Da wir nun mal im Kapitalismus leben und selbst nach einer Abkehr von Neoliberalismus immer noch Preise ein extrem großer Einflussfaktor sein werden, muss - ganz allgemein gesprochen - die Belegung mit Abgaben (zweckgebunden) so geregelt werden, dass es für Unternehmen schicht weg kostengünstiger ist, sich nicht umweltschädlich und Ressourcen-verprassend zu verhalten. Mit den zweckgebundenen Abgaben werden dann vollständig besonders umweltfreundlich und ressourcensparende Produkte/Dienstleistungen subventioniert (z.B. lokale Produktion vor Ort). Dies hat zwei Vorteile:

  1. Zielführende Lenkungswirkung, die tatsächlich etwas zum Positiven bewirkt
  2. Durch Kauf entsprechender Produkte kann es für Konsumenten / Verbraucher es sogar kostengünstiger werden.

Zielfuehrende CO2-AbgabeBearbeiten

  • Keine Zertifikate! Der Zertifikathandel hat ja erfahrungsgemäß nicht funktioniert.
  • Keine CO2-Steuer! Denn Steuern sind nicht zweckgebunden.

Alle Einnahmen einer hinreichend kompetent konzipierten CO2-Abgabe, die im Gegensatz zur Steuer zweckgebunden sein kann und muss, werden wieder an besonders nachhaltige Produkte & Dienstleistungen mit der Vorgabe ausgeschüttet, diese Förderung 1:1 senkend einzupreisen. Ggf. bessere Möglichkeit: verminderter MWst-Satz oder gar völlige Befreiung.

Kostenvorteil: Mit o.g. CO2-Abgaben-Konzept, nämlich der vollständigen Auszahlung aller Einnahmen an besonders gute/nachhaltige/ressourcensparende Produkte/Dienstleistungen - konkret z.B. Stromversorger, die nur echten EE-Strom produzieren (kein per Zertifikaten oder Umlabelung von altem Wein in neuen Schläuchen greengewashener) - könnte es durch Verlagerung des Konsums auf diese nun preiswerteren Produkte (Lenkungswirkung: der Sinn und Zweck einer solchen CO2-Abgabe) sogar preiswerter für die Bürger werden.

SchweroelBearbeiten

Derart hohe Besteuerung und Nachversteuerung von Schweröl, dass sich dessen Verwendung nicht mehr lohnt.

MWSt-Abschaffung für EE-StromBearbeiten

Gemeint ist "Echter EE-strom", d.h. einer, der tatsächlich nur durch EE-Anlagen erzeugt wurde - kein per Lug und Trug "greengewaschener" oder per "Zertifikaten" umgelabelter.

FleischkonsumBearbeiten

Auch abseits der CO2-Debatte gibt es vom reinen Umwelt- & Ressourcenaspekt sehr gute Gründe (z.B. die zu Recht kritisierten katastrophalen Zustände der Massentierhaltung) den Fleischkonsum einzuschränken (sehr hoher Wasser- und Energieverbrauch). Fleisch könnte beispielsweise mit einem gesonderten, empfindlich hohen MWSt-Satz belegt werden. Oder "fleisch-verarbeitemde Unternehmen" könnten z.B., abhängig von der Art und Weise der Güte der Tierhaltung, mit unterschiedlich hohen Unternehmenssteuersätzen belegt werden. Zu erforschen wäre, ob evtl. auch im Labor künstlich gewachsenes Fleisch ein in o.g. Intention sinnvoller Weg sein könnte. Auch Kombinationen solcher oder ähnlich zielführender Maßnahmen wären möglich.
Dies mündet übrigens nicht in einen Genussverzicht: es gibt vielversprechende diverse Ansätze, Fleischprodukte durch Pflanzen zu ersetzen, die sich optisch, geruchlich, haptisch und geschmacklich kaum von echtem Fleisch unterscheiden lassen.

Umweltschaedliches VerhaltenBearbeiten

Weil das aktuelle System nun mal kostengetrieben ist und die Wirtschaft auf Appelle für mehr Verantwortung erfahrungsgemäß zu wenig bis gar nicht reagiert - im Falle von Aktiengesellschaften aktuell sogar gar nicht entsprechend reagieren darf - muss umweltschädliches Verhalten so hoch besteuert werden, dass es günstiger ist, wenn Konzerne umweltgerecht handeln.

Abschaffung politischer BehinderungBearbeiten

Das seit Jahrzehnten von der Regierung an den Tag gelegt krasse Fehlverhalten, indem diese eine qualifizierte Energiewende unterminiert, torpediert und sabotiert, wo es nur geht, muss abgeschafft und wo immer sinnvoll ins Gegenteil verkehrt werden.

EEG-UmlageBearbeiten

Wesentliche/konzeptionelle Änderung (z.B. Befreiung des Zwangs zum Verkauf auf dem Spotmarkt) oder gar Abschaffung einer derzeit massiv fehlkonzipierten EEG-Abgabe, welche normale Stromkonsumenten nötigt, Industrie und Konzerne zu zwangssubventionieren. Nicht nur energieintensive Konzerne lassen sich von der EEG-Abgabe nahezu vollständig befreien, sondern praktisch „Hinz und Kunz“-Unternehmen - bis hin zu Sparkassen und Seilbahnen (ab ca. min 45).

SteuerbefreiungenBearbeiten

Anstatt sowohl Kerosin nicht zu besteuern, wie auch auf internationale Flüge keine Mehrwertsteuer zu erheben, ließen sich ad hoc die Stromkosten um 7,5 Cent/kWh senken, wenn EE von Strom- sowie MW-Steuern befreit und die Zwangssubventionierung (s.o.) abgebaut würde. Siehe Strompreis: Steuergeschenke nur für Reiche?

GenossenschaftenBearbeiten

Die derzeitige Behinderung von Bürgergenossenschaften sollte in eine Förderung umgekehrt werden.

EigenverbrauchsabgabeBearbeiten

Die Behinderungsmaßnahme "Eigenverbrauchsabgabe", die bislang nur für EE-Anlagen gilt, nicht aber für Kohle- und Atomkraftwerke, gehört umgekehrt: "Eigenverbrauchsabgabe" nur für Kohle- und Atomkraftwerke. Mit anderen Worten: Die Eigenverbrauchsabgabe stellt dreckige, umweltverpestende fossile Energieträger gegenüber nachhaltigen, umweltfreundlichen erneuerbaren sogar noch besser, indem diese nur für selbst produzierten und selbst genutzten EE-Strom anfällt. Ergo: Beseitigung dieser Behinderung des EE-Ausbau und Benachteiligung von EE-Anlagen, die auf eine indirekte Bevorteilung fossiler/nuklearer Stromerzeugung hinausläuft

AusschreibungspflichtBearbeiten

Die Ausbaubehinderungsmaßnahme "Ausschreibungspflicht" gehört abgeschafft - die Verantwortlichen bestraft.

Uebertriebene AbstandsregelnBearbeiten

Die Abstandsregel von 10H ist übertrieben und gehört auf ein sinnvolles Maß reduziert. Der Wahnsinn, dass Abstandsregeln nicht nur für bestehende Gebäude gelten, sondern auch, wo gebaut werden könnte, ist abzuschaffen.

Buerokratische HuerdenBearbeiten

Die bürokratischen Hürden, und sei es nur durch [jahrelange] Untätigkeit, gegen die [Wieder-]Inbetriebnahme von z.B. Kleinwasserkraftwerken - aber auch anderen sinnvollen EE-Anlagen - sollten nicht nur abgebaut, sondern ins Gegenteil verkehrt werden: Förderung, Unterstützung und Hilfe. Ggf. Schaffung und Ausschreibung hochqualifizierter Arbeitsplätze, wo Fachleute Ratsuchenden hilfreich zur Seite stehen.

Rechtliche UmstrukturierungBearbeiten

AktiengesellschaftenBearbeiten

Zumindest in den USA ist es so, dass Aktiengesellschaften einzig und allein der Gewinnmaximierung verpflichtet sind. Es ist CEOs von Aktiengesellschaft verboten, andere Aspekte wie z.B. Umweltschutz zum Handlungsmaxim zu machen, wenn das den Gewinn schmälert:

„Also lassen Sie sich nicht von einer humanistischen Philosophie mitreißen. Ob es nun gefällt oder nicht, ihr einziges Ziel ist es, die Interessen der Aktionäre zu verteidigen."
– René Proglio, chairman of Morgan Stanley in France

Dieser Wahnsinn gehört dringend durch das Aktiengesetz (AktG) rechtlich so geändert, dass es Aktiengesellschaften und deren Vertretern bzw. Vollstreckern unter höchsten Strafen verboten ist, die Umwelt zu verschmutzen oder gar zu zerstören.

UnternehmensstrafrechtBearbeiten

"Unternehmen können in Deutschland nur Ordnungswidrigkeiten begehen, keine Straftaten, und die Strafen reichen i.d. Regel nur bis 10 Millionen Euro – ein Witz angesichts eines Schadens von [mitunter] Dutzenden Milliarden. Das ist wie ein Ticket wegen Falschparkens für einen Millionenraub." - Dagmar Henn
Seit ein paar Jahren fordern diverse Experten ein Unternehmensstrafrecht, um diverse Missstände zu beseitigen:

  1. Unternehmen (juristische Personen) können mit Verstößen straflos davonkommen, für die natürliche Personen bestraft würden.
  2. In Sachen Wirtschaftskriminalität geht das angewandte Strafrecht nicht von Organisierter Kriminalität aus, sondern von einem Vergehen Einzelner. Z.B. leidet die Korruptionsbekämpfung (oder gewisse andere Straftatbestände) in Deutschland darunter, dass sie im Verdachtsfall nicht gegen eine Konzernführung vorgehen kann (Beim sog. "Dieselskandal" wird die Schuld auf die Ausführenden abgewälzt und so getan, als sei die Konzernspitze nicht mindestens Mitwisser oder gar Auftraggeber
  3. Das Fehlen eines Unternehmensstrafrecht wirkt bei gewissen Sachverhalten so, dass [Groß-]Konzerne über dem Gesetz stehen: Das Konstrukt der juristischen "Person steht wie eine Brandschutzmauer zwischen dem Konzern, seinen Handlungen und den Eigentümern, die letztlich den Profit einstreichen. ... es die Konstruktion der juristischen Person, die es ermöglicht, Rechte zu nutzen, aber Pflichten zu umgehen. Einer der Schlüsselbegriffe lautet hier ‚organisierte Unverantwortlichkeit‘." - Dagmar Henn

Auch und gerade bei Umweltzerstörung, wo Konzerne so tun, als gehörte die Umwelt ihnen, könnte die Einführung eines international gültigen, harten Unternehmensstrafrechts mit empfindlichen Strafen zu einer deutlichen Verbesserung führen. Die bewußten Unwahrheiten wider besseres Wissens (aka Lüge) von Ölkonzernen wie ExxonMobil, dass es aktuell keine Klimaerwärmung gäbe (Step 1) oder diese nicht menschengemacht sei (Step 2, als sich Lüge 1 aufgrund der erschlagenden Datenlage nicht mehr halten ließ) könnte mit einem entsprechenden Unternehmensstrafrecht hart bestraft und womöglich für die Zukunft teilweise verhindert werden.

OekozidBearbeiten

Die Einführung des Straftatbestandes "Ökozid - Verbrechen gegen Menschheit und/oder Umwelt" könnte dem verantwortungslosen Handeln gewisser Unternehmen in Form schwerer Umweltzerstörung Einhalt gebieten. Konkret könnte dies z.B. Teersandabbau, Uranabbau, Braunkohletagebau, Fracking oder Verbrennung von Schweröl (durch Schiffe) betreffen.

DegrowthBearbeiten

Dieser Punkt steht aus gutem Grund am Schluss; er ist der mit Abstand schwierigste, denn als System-bestimmender Ansatz er rüttelt an zwei Fundamenten dieses Wirtschaftssystems

KapitalismusBearbeiten

Ein zum ewigen wirtschaftlichen Wachstum verdammter Kapitalismus. Die heilige Kuh schlechthin ist das sog. Wachstum, welches am BIP gemessen wird, obwohl diese statistische Größe dazu niemals vorgesehen war, unsinnig ist und obendrein auch noch zu pervertierten Blüten führt. Hingegen erfordert die Umsetzung des Degrowth-Ansatzes bei begrenzten Sachgebieten nicht zwingend die extrem schwer zu bewältigende Abkehr vom Kapitalismus (siehe Krankensystem).
Degrowth oder auch Postwachstumsökonomie sorgt für weniger statt mehr Energieverbrauch. Durch einen Realversuch wäre herauszufinden, ob durch staatliche geeignete, zielführende [Be-]Steuerung und Subventionierung eine Transformation möglich wäre zu einer Wirtschaft, die nicht mehr Gewinnzuwächse aufgrund steigernder Massenproduktion (Skaleneffekten / und damit höchstwahrscheinlich mehr Obsoleszenz) erzielt, sondern durch Effizienzgewinne bei gleichbleibender oder gar verminderter Produktion.
Die zerstörerischen Auswirkungen eines [neoliberal total fehlgesteuerten] Kapitalismus auf Mensch und Umwelt werden im Buch "Die Megamaschine" von Fabian Scheidler sehr beeindruckend geschildert.

ZinseszinssystemBearbeiten

Neben dem inhärenten Wachstumzwang des Kapitalismus gibt es den externen Wachstumszwang durch ein Zinseszinssystem. Eine konsequente Umsetzung des Degrowth-Prinzips muss auch das Zinseszinssystem beseitigen.

FinanzierbarkeitBearbeiten

Die Bedenkenträger sind Legion, die substanzlos behaupten, eine qualifizierte Energiewende sei wahlweise zu teuer oder gleich unbezahlbar. Die Fakten jedoch sprechen eine ganz andere Sprache und bestätigen die schon eingangs getätigte Feststellung, dass der Realisierung einer solchen Energiewende keine technischen oder finanziellen, sondern politische Widrigkeiten, Unwille und Sabotage entgegen stehen.

EnergiewendeBearbeiten

Kosteneinsparungen pro Jahr:

  1. Importkosten fossiler Energieträger 80-90 Mrd. € - Tendenz: steigend
  2. Umweltschädliche Subventionen: rund 60 Mrd. €
  3. Kostenklotz Atomkraftwerke: schätzungsweise 70 Mrd. €

SonstigesBearbeiten

Reduzierung der Rüstungsausgaben: 30 Mrd. €/a. Die Gesamtheit aller Deutschen besitzt ein Barvermögen von rund 6000 Mrd. Euro - mehr als das Doppelte mit anderen Vermögenswerten (Immobilien, Unternehmen, Boden, Luxusgüter etc.) - allerdings extrem ungerecht auf wenige Extremreiche konzentriert. U.a. aufgrund dessen, was der Ökonom Prof. Dr. Heiner Flassbeck als die "große [neoliberale] Umverteilung" (von arm nach reich) nennt. Dieses Finanzierungskonzept basiert auf der Kenntnis, welche neoliberalen Wünsche und Forderungen seit dem berüchtigten "Lambsdorff-Papier" in politische Gesetze lobbyiert wurden.

Durch einen Rollback neoliberaler "Gesetze für Extremreiche und Großkonzerne" könnte der aktuelle Trend zur Verschärfung dieser extremen Vermögensschieflage umgedreht werden. Durch Schaffung eines de facto -und nicht nur dem Namen nach- gerechten Steuersystems wäre eine Finanzierbarkeit locker zu machen, die den "normalen Bürger" keinen Cent kostet! Alle Angaben in Mrd. € / Jahr:

  1. Einführung einer wesentlichen Vermögenssteuer für Extremreiche 100
  2. Erbschaftssteuer für Unternehmens- oder Vermögenserben (die aufgrund eines derzeit zutiefst ungerechten verfassungswidrigen Erbschaftssteuerrechts de facto nahezu keine Steuern zahlen) 60
  3. Neue/erweiterte Bodensteuer mit Freibeträgen für Eigentümer eines „normalen Grundstücks" 40
  4. Signifikanter Ausbau der Steuerfahndung bei Extremreichen (ab Millionär) und Großkonzernen 80
  5. Schließen von Steuerschlupflöchern: Nichtanerkennung von Steuersparmodellen in Steuervermeidungsorten 100
  6. Harte & konsequente Bekämpfung von Steuerhinterziehung, um der unrühmlichen Status einer Steueroase (Weltweit platz 7, EU Platz 2 hinter Luxemburg) loszuwerden
  7. Rollback aller Unternehmens- und Gewerbesteuersenkungen 60
  8. Anhebung des Spitzensteuersatzes auf mind. 50% (ggf. Grundgesetzänderung für bis zu 56% - ein Steuersatz, den es 14 Jahre lang gab (1975-1989), ohne dass Extremreiche in Scharen abwanderten) 35 - 45
  9. Angleichung der Kapitalertragssteuer an die Einkommenssteuer oder noch besser darüber hinaus (also von 25% auf ggf. 50% bzw. 75%) 100
  10. Aufhebung der Steuerbefreiung von Gewinnen beim Verkauf von Unternehmen 20
  11. Einführung einer entsprechenden Finanztransaktionssteuer im Spielkasino der Aktienspekulation u. fiktiver Finanz-wirtschaft (keine Finanztransaktionssteuer auf alle Finanztransaktionen wie normale Einkäufe) 130 (- ca. 210)
  12. Einführung einer echten Luxussteuer (Edelkarossen, Luxusvillen, Yachten, Jets, Designermode, Luxusuhren & -Schmuck, etc.) 30 - 50
  13. Massiver Personalaufbau in den Finanzämtern zur sofortigen Beendigung sog. "grüner Wochen", wo die Steuererklärungen von Unternehmen aufgrund von Personalmangel ungeprüft durchgewunken werden 30
  14. Deutliche Verschärfung der Geldwäschegesetze, harte Strafen für Banken (Unternehmensstrafrecht) und Mitarbeiter bei "Verwaltung" illegaler ausländischer Gelder oder betrügerischer Machenschaften (cum-ex/cum/fake) 10
  15. Verbot der "Geldschöpfung" (Gelderfindung aus den Nichts: FIAT-money) für privatwirtschaftliche Banken (sowohl bei der Kreditvergabe, wie auch bei Käufen), Gewinne zweckgebunden für eine qualifizierte EW 120
  16. Verstaatlichung deutscher Börsen (durch Aufkauf), Zusammenführung in die gesetzlich einzig erlaubte. Gewinne zweckgebunden für eine qualifizierte EW 100
	SUMME der Mehreinnahmen pro Jahr in Milliarden Euro	1000 (- ca. 1100)

BankenrettungBearbeiten

Das ganze Geschwafel von angeblich "zu teuer" ist ja allein deswegen schon blanke Heuchelei, weil die EZB zum Aufkauf von Schrottpapieren und Rettung von Zombiebanken ein vielfaches dessen aufwendet, was für eine qualifizierte Energiewende nötig wäre. Dies aber wird von Energiewende-Schlechtrednern nicht annähernd vergleichbar lautstark bekrittelt.

Energiewende im WaermesektorBearbeiten

Folgender Aspekt ist der Ansatz schlechthin, um eine Energiewende zu 100% EE bei der Primärenergie zu erreichen:
Vom gesamten Energieverbrauch (Primärnenergie) der BRD wird rund die Hälfte für das Herstellung von Baustoffen, das Bauen (sog. "graue Energie") und das Beheizen, Kühlen, Betreiben und Sanieren der Bauten verwendet. Die Zementherstellung ist extremst energieintensiv, weil diese bei rund 1500°C erfolgt (Gastemperatur bis zu 2000°C). D.h. folgender Punkt ist der Schlüssel:

  1. Gebäude aus reinem Vollholz: Durch Umstellung auf Vollholzbauten wo immer möglich und sinnvoll ließe sich der Primärenergiebedarf drastisch reduzieren - langfristig um mind. 25%! Dies beschreitet in Sachen Energiebedarf den absoluten Königsweg: nicht nur Umstellung von fossilen/nuklearen auf enerneurbare Energieträger, sondern signifikante Reduzierung des Energiebedarfs an sich. D.h. massive Förderung von gesunden Holzhäusern (macht Heizung & Dämmung mit/aus Erdölprodukten obsolet, siehe BR-Videobeitrag "Energieeffizientes Wohnen: Warum Holz ein genialer Baustoff ist - Faszination" & "Erwin Thoma 2017")
  2. Energiewende in der Stromerzeugung nach BHKW-Power2Gas-Konzept dient auch der Wäremerzeugung
  3. Stärkere Förderung (finanziell & konzeptionell) von Photothermie
  4. Subventionsabbau / Sonderabgaben für Beton-Häuser

Spezifika von Holz100Bearbeiten

Was meint "Holz100-Häuser"? Es meint nicht einfach nur Häuser, die aus oder mit Holz gebaut sind. Im Mittelalter, wo Holzhäuser Standard waren, gab eine keine Holz100-Häuser. Was zeichnet "Holz100-Häuser" aus und macht diese energetisch zu etwas besonderem?

  1. Holz, welches in einer bestimmten Phase der sog. "Saftruhe" geschlagen wurde, denn nur dieses besitzt wissenschaftlich nachgewiesen eine dermaßen hohe natürliche Resistenz gegen Insekten und Pilzbefall, dass auf jeglichen Einsatz von Holzschutzmitteln verzichtet werden kann und wird (natürliches, unbehandeltes Holz)
  2. Die Brettoberflächen sind zur Steigerung der Dämmung durch stehende Luft genutet
  3. Wandlagen sind nicht miteinander verleimt, sondern rein mechanisch mit Holzdübeln verbunden
  4. Dicke Außenwände von 25 - 36 cm - da Holz die höchste Trägheit gegenüber Temperaturänderungen besitzt, sind die dicken Außenwände allein aufgrund ihrer Masse in der Lage, Temperaturschwankungen von Monaten abzufangen und signifikant zu dämpfen
  5. Rein naturbelassener Rohstoff Holz - keinerlei Einsatz von Chemie, Erdölprodukten etc.
  6. Vermeidung des Bedarfs anderer Dämmmaterialien - keine zusätzl. Dämmung wie z.B. Stein- oder Glaswolle etc.
  7. Die konzeptionelle Vermeidung von Kältebrücken durch Nutzung eines einziges Materials - nämlich natürliches, atmungsaktives & winddichtes Holz (kein Schimmelbefall)

Vorteile von Holz100-HaeuserBearbeiten

Vollholzhäuser meint nicht irgendwelche Holzhäuser, sondern zu 100% aus speziellem Holz, d.h. nur unbehandeltes, in einer bestimmten Phase der sog. "Saftruhe" geschlagenes Holz, keinerlei sonstige Produkte - siehe folgendes Kapitel. Konzeptionell eröffnet dies in Sachen Energieversorgung den Königsweg - nämlich nicht Ersatz von fossilen/nuklearen Energieträger durch erneuerbare, sondern drastische Minderung bzw. Entfallen des Energiebedarfs an sich!

Energie, Ressourcen & UmweltBearbeiten

  1. Niedrigster [1] bis gar kein [2] Heizbedarf ([1]: in Verbindung mit Photothermie oder PV & Wärmepumpe Reduktion des Bedarfs von Öl oder Gas auf NULL, [2] bei gesundem Vollpassivhaus)
  2. ebenfalls gleichermaßen entfallender Kühlbedarf (Klimaanlage bei Außenhitze)
  3. komplett entfallender Bedarf für Lüftungsanlagen (z.B. in Bürogebäuden), da atmungsaktiv
  4. Minimalster Bedarf an "grauer Energie", vormontierte Vollholz-Fertighauselemente werden in vollständig solarbetriebener Fabrik produziert
  5. kein Einsatz von Erdölprodukten (keine Styropordämmung, Kunststoff-Planen oder -Dampfsperren etc.)
  6. kein Einsatz (ausgasender) Chemieprodukte (z.B. "Holzschutzmittel", Leim, Lacke, Versiegelungen etc.)
  7. kein Einsatz sonstiger endlicher Produkte (z.B. Sand für Beton oder Gips)
  8. kein Einsatz extrem energieintensiver Baustoffe (Zement) - Fundament/Keller ausgenommen
  9. gebaut allein (Ausnahme: Metall-Schrauben zur Verbindung der vorgefertigten Elemente) aus nachwachsendem und CO2-bindendem Rohstoff Holz (Voraussetzung: nachhaltige Fortwirtschaft)
  10. Beste faktische Wärmedämmwerte (Weltrekord in Wärmedämmung)
  11. Pro Masseneinheit höchste Wärmekapazität unter Baustoffen
  12. Höchste Trägheit gegenüber Temperaturänderung
  13. Kein Fassaden-Sanierungszwang (Styroporverdämmung ist nach ca. 2 Jahrzehnten verrottet & muss als teurer Sondermüll entsorgt werden)
  14. voll recycelbar (Abfall-frei) - cradle to cradle: Vollholzhäuser als Rohstoff für zukünftige neue Vollholzhäuser

Sonstige VorteileBearbeiten

  1. Mittelfristig kostengünstiger als konventioneller Bau, aufgrund drastischer Reduzierung der Betriebskosten
  2. Sehr schnelle Errichtung (Amortisation - Kostenfaktor): Tage (Häuser) bis wenige Wochen (Hotels, Bürogebäude, Unis)
  3. Wert von Holz steigt mit der Zeit (vs. Styropordämmung: teurer Sondermüll)
  4. Höchste Brandschutzwerte: F 180 [5]
  5. Bestes Raumklima (Immmunsystem-stärkend, atmungsaktiv sowie Kältebrücken- und daher Schimmel- und Kondensat-frei)
  6. Gesündestes Schlafklima, allergiefrei - im Gegensatz zu verleimten Pressspanplatten.
  7. beste Strahlenschutzwerte (Abschirmung bzw. signifikante Minderung von Mobilfunkstrahlung- Handy-Benutzung jedoch möglich
  8. hohe Schallschutzwerte (leisestes Hotel der Welt: doppelt so hoher Dämmwert, wie die Norm vorschreibt -gemessen, nicht errechnet)
  9. nimmt 25% weniger Wasser auf als "normales Holz"
  10. In der Kombination der letzten 3 Punkte: verringerte Krankheitskosten
  11. Beste Erdbebensicherheit
  12. Krankenhäuser: für multiresistente Keime minimalste Überlebenschancen überhaupt
  13. Unter höchster mechanischer Belastung besseres Verhalten als Stahlbeton
  14. (Auch im gewerblichen Bereich wettbewerbsfähiger aufgrund der Kombination aus 1 & 2)!
  15. Nachrangig: optisch/atmosphärisch ungemein schöneres Flair als "unsinnliche Kunststoffdämmung"
  16. Konzept ist open source - Nachahmung erwünscht

Ansätze:

  • Wo immer sinnvoll bei jeglichen Neu- oder Anbauten im kommunalen oder staatlichen Bereich nur noch Vollholzhäuser. Ausschreibungen können mit entsprechenden ökologischen und ökonomischen (z.B. incl. Betriebskosten für mind 5 Jahre) Vorgaben [EU-konform] ausgestellt werden.
  • Massive Bewerbung von Vollholzhäusern
  • ggf. Förderung von Vollholzhäusern (KfW und/oder verminderte/keine MWSt)

Nachteile von VollholzhaeusernBearbeiten

Rückgang (auszugsweise, ohne Anspruch auf Vollständigkeit) der

  • Zement-Industrie
  • Chemie-Industrie (z.B. Stypopor, Lacke, Klebstoffe etc.)
  • Öl-Industrie

Aber: its not a bug - its a feature!

Energiewende in der StromversorgungBearbeiten

Eine mögliche Lösung zur Realisierung einer Energiewende mit 100%EE, bei der das vermeintliche Speicherproblem gelöst ist; wäre diese

Konzeptionelle AenderungenBearbeiten

  1. Drastische Reduzierung des Energiebedarfs: Die für die Baustoffherstellung, das Bauen und das Beheizen, Kühlen, Betreiben und Sanieren der Bauten benötigte Energie kann durch Umstellung auf gesunde und nachhaltige Vollholzbauten drastisch reduziert werden (siehe auch "Energiewende im Waermesektor"!
  2. Sofortige Beendigung des Missbrauchs von Biogas für Grundlast (Verschwendung potenzieller Ausgleichsenergie)
  3. Intelligent (smart) Strom-geregeltes BHKW-Netz (wo immer möglich & sinnvoll ersetzen oder ergänzen Klein-BHKW ohnehin benötigte Heizkessel-Anlagen (sofern sinnvoll: Brennstoffzellen-BHKW))
  4. Power2Gas / >> Wasserstoff oder Methanisierung (hinreichend großer Speicher ist mit Gasnetz schon vorhanden)
  5. Alternative Speichertechnologie erforschen bzw. optimieren und ggf. dort einsetzen, wo diese sinnvoller bzw. effizienter als Power2Gas sind.
  6. Förderung dezentraler Anlagen: Energieversorgung in Bürgerhand oder Bürger-Genossenschaften
  7. Forcierung von Umsetzung und Ausbau des Kombikraftswerks 2 [6]:
    Kombikraftwerk II: Abschied von der Grundlast

Das BHKW-Power2Gas-PrinzipBearbeiten

Dezentrale BHKW (idealerweise auf Brennstoffzellenbasis, wo sinnvoll einsetzbar) ersetzen in einem längeren, politisch/gesetzlich forcierten Prozess sukzessiv konventionelle Großkraftwerke und Zentralheizungen bzw. Heizkesselanlagen. Diese BHKW werden über ein Netz zentral intelligent [Strom-]geregelt (ist bereits Stand der Technik). Dies erfordert den Ausbau des EE-Anlagenpark in der Weise, dass eine statistisch hinreichende "Überproduktion" eine ausreichende Gasneusynthetisierung gewährleistet.

  1. Jegliche "Stromüberproduktion" kann mittels Power2Gas-Verfahren in Wasserstoff oder problemlos speicherbares Methan gewandelt werden. Um die Wandlungsverluste der Methanisierung zu minimieren sollte diese vorzugsweise in Biogasanlagen erfolgen, sofern sich die vielversprechenden ersten Versuchsergebnisse in weiterer Forschung & Entwicklung bestätigen.
  2. In Zeiten von Minderproduktion durch EE wird der Wasserstoff/das synthetisierte Methan durch BHKW hocheffizient in Strom und praktisch kostenlos anfallende Wärme rückgewandelt.

Die multiplen positiven Folgen sind unter "Vorteile" >> Konzept zu entnehmen.

Massiver EE-AusbauBearbeiten

Die Punkte 3. und 4. verfügen über die prinziellen Vorteile, dass sie entweder die Volatität von Sonne und Wind teilweise ausgleichen können (Biogas) oder aufgrund ihrer Grundlastfähigkeit den Speicherbedarf verringern (Wasserkaft).

  1. Max. Photovoltaik auf allen Dächern, wo immer sinnvoll.
  2. Ausbau der Windkraft wo immer sinnvoll - insbesondere Kleinwindanlagen auf Haus- oder Industriegebäudedächern (Erzeugung vor Ort ohne Transportverluste):
    Strom vom eigenen Dach | Einfach genial | MDR
    Energie der Zukunft: Wind, Sonne und Meer | Faszination Wissen | BR
  3. Ausbau von Biogas-Anlagen, wo immer sinnvoll und möglich
  4. Ausbau/Ausschöpfung umweltverträglicher Wasserkraft - Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken:

VorteileBearbeiten

Die Gesamtvorteile einer qualifizierten (= hinreichend kompetente gemanagten) Energiewende mit u.a. einem intelligenten Netzes aus vielen dezentralen, stromgeregelten und gasbetriebenen BHKW und EE-Anlagen am Ort des Bedarfs in Kombination mit Power2Gas bei gleichzeitig hinreichendem Ausbau EE (rund 100% Primärenergie) wo immer sinnvoll (s.o.) gegenüber zentralen, trägen, unflexiblen und ineffizienten/verschwenderischen Kohle- und Atomkraftwerken sind geradezu erschlagend.

KonzeptBearbeiten

Die Kombination aus Power2Gas und BHKW (nur als ein technologisch erreichtes Beispiel- gern auch andere hinreichend gute Speicherkonzepte) beseitigt bzw. löst direkte mehrere Probleme:

  1. Speicherproblematik: gelöst. Kapazität des Gasnetzes für mehrere Monate.
  2. Negative Börsenpreise: ausgeschlossen - siehe Eliminierung von Verlusten
  3. EEG-Abgabe: Drastische Verringerung - siehe Minimierung der EEG-Abgabe
  4. Problem der Volatilität von EE: gelöst.

KostenBearbeiten

Hier eine prinzipielle bzw. abstrakte Betrachtung:

Energieträger-Kosten ISTBearbeiten

  1. EE: Erneuerbare Energieträger sind kostenlos.
  2. Kohle: Von 1990 bis 2015 fielen für den Import fossiler Energieträger alleine 1,17 Billionen = 1170 Milliarden € für Erdöl, Erdgas und Kohle an.[7]) an - rund 400 Mrd. € für die letzten fünf Jahre.
  3. Uran: alles andere als kostenlos.
  4. Synthetisiertes Gas (Power2Gas): keine, da per EE erzeugt.

Energieträger-Kosten TendenzBearbeiten

  1. EE: Erneuerbare Energieträger bleiben kostenlos.
  2. Fossile Energieträger: sie werden, da es begrenzte Ressourcen sind, mittel- bis langfristig immer teurer werden. Volker Quaschning: „Zwischen den Jahren 1998 und 2013 sind die Ausgaben für Nettoimporte fossiler Energieträger nach Deutschland um 400% gestiegen. Inzwischen gibt Deutschland dafür über 90 Mrd. € pro Jahr aus und damit deutlich mehr als für die Förderung erneuerbarer Energien oder Effizienzmaßnahmen.“
  3. Uran: mittel- langfristig werden auch hier die Kosten steigen.
  4. Synthetisiertes Gas (Power2Gas): keine, da per EE-"Überproduktion" erzeugt.

Transport EnergieträgerBearbeiten

  1. EE: Erneuerbare Energieträger werden jetzt und in Zukunft frei Haus geliefert.
  2. Kohle: Es fallen Transportkosten an, die mit der Zeit immer weiter steigen, sofern sie auf fossilen Energieträgern basieren.
  3. Uran: aufgrund der Radioaktivität und den damit einhergehenden Sicherungsmaßnahmen ist dieser Transport der teuerste.
  4. Synthesisiertes Gas (Power2Gas): über vorhandenes Gas-Netz (Marginalie).

Aufbereitung EnergieträgerBearbeiten

  1. EE: Eine Aufbereitung erneuerbarer Energieträger ist nicht erforderlich (Holz-Pellets wegen mangelnder Relevanz außen vor).
  2. Kohle: bei dieser hingegen fallen für die Zerkleinerung der Kohlebrocken zu "Kohlestaub" durch den Betrieb von Kohlemühlen allein bis zu 2% der gesamten installierten Leitung an.
  3. Uran: Die Aufbereitung nuklearer Energieträger ist nochmals ungleich teurer.
  4. Synthetisiertes Gas (Power2Gas): ggf. Methanisierung von Wasserstoff. Keine Kosten fürs Methan, da per EE-"Überproduktion" erzeugt.

Anlagen-PlanungBearbeiten

  1. EE: Konzipierung von EE-Anlagen (PV & WKA) ist Stand der Technik.
  2. Kohle: Die Konzipierung von Kohlekraftwerken wird immer aufwändiger.
  3. AKW: Die von AKW sind die aufwändigsten – dort kommt die höchste Technikklausel zum Einsatz: „Stand von Wissenschaft und Technik“! Auch in der Planung sind AKW die Teuersten überhaupt.
  4. Power2Gas-Anlagen: noch zu ermittelnde Marginalien.

Anlagen-Baukosten ISTBearbeiten

  1. EE & BHKW: Der Bau von Solaranlagen und Klein-WKA ist so günstig, dass sogar dezentrale private Anwendungen möglich sind. BHKW kosten in der Größenordnung um 25000 €.
  2. Kohle: Neue Kohlekraftwerke liegen mittlerweile im Mrd. Bereich.
  3. AKW: Der Bau von Atomkraftwerken ist der Teuerste unter allen Kraftwerken überhaupt (abgesehen von Megastaudämmen, die hier in Deutschland nicht zur Disposition stehen).
  4. Power2Gas-Anlagen: Hier fallen zusätzliche Investitionskosten an.

Anlagen-Baukosten TendenzBearbeiten

  1. EE & BHKW: PV- und WK-Anlagen werden - bemessen an €/kWh - immer preiswerter. Bei BHKW als Massentechnologie dürfte ein ähnlicher Preisverfall wie bei Photovoltaik zu erwarten sein.
  2. Kohle: Hingegen steigen die Baukosten für Kohle- und Atomkraftwerke immer weiter.
  3. Atomkraftwerke: Lagen die AKW-Baukosten früher bei rund 4 Milliarden, so kostet der Bau neuer europäischer AKW (Finnland, Frankreich, GB) rund 10 Milliarden € oder mehr. Tendenz: weiter steigend.
  4. Power2Gas-Anlagen: Kosten dürfte bei Mengenproduktion deutlich fallen.

Errichtungszeit (Kostenfaktor Amortisation)Bearbeiten

  1. EE & BHKW: PV-Anlagen & BHKW lassen sich innerhalb weniger Wochen, WKA innerhalb weniger Monate errichten.
  2. Kohle: Der Bau von Kohlekraftwerken dauert viele Jahre.
  3. Atomkraftwerke: Die AKW-Bauzeit zählt mit Abstand zu den längsten: nochmals viele Jahre länger als Kohlekraftwerke, bis zur tatsächlichen Stromerzeugung. Nicht selten mit massiven Bauverzögerungenum viele Jahre. Aktuell - Stand 2019 - liegt die voraussichtliche Verzögerung der Inbetriebnahme des französischen EPR-Reaktors bei 11 Jahren. Sofern es überhaupt jemals zur Inbetriebnahme kommt und diese nicht zum Milliarden-Grab werden.
  4. Power2Gas-Anlagen: zu Beginn wenige Monate bis wenige Wochen nach Lernkurve

BetriebskostenBearbeiten

Bei allen Anlagen fallen Wartungskosten an.

  1. EE & BHKW: I.d.R. überhaupt keine Personal- oder anderen Betriebskosten, geringfügige Wartungskosten
  2. Kohle: hohe Personal- und sonstige Kosten, nennenswerte Wartungskosten
  3. Atomkraftwerke: Der AKW-Betrieb gehört aufgrund von Sicherheitserfordernissen zu den Personal-aufwändigsten und somit Teuersten überhaupt. Zusätzlich verbrauchen AKW allein zum Eigenbetrieb mehr Strom als das Bundesland Bremen. Höchste Wartungskosten.
  4. Power2Gas-Anlagen: i.d.R. nur marginale Stromkosten, Geringfügige Wartungskosten

WirkungsgradBearbeiten

  1. EE: gute PV-Module bei rund 25%; exzellenter Gesamt-Wirkungsgrad von BHKW (um 90%) - sehr hohe Effizienz, gegenüber sehr modernen mind. doppelt so hoch
  2. Kohle: sehr moderne KohleKW (rund 45%)
  3. Atomkraftwerke: schlechte 33%
  4. Power2Gas-Anlagen: Energetischer Wirkungsgrad der Elektrolyse zu Wasserstoff und anschließender Kompression liegt bei rund 60%. Gesamtprozesses Power2Gas mit Rückwandlung durch Brennstoffzellen-BHKW bei rund 40%.

StillstandskostenBearbeiten

  1. EE: In Stillstandszeiten verbrauchen EE-Anlagen weder Strom, noch fallen i.d.R. Personalkosten an (und falls doch, dann im Vergleich zu Nachgenannten nur lächerlich wenig).
  2. Kohle: Bei Kohlekraftwerken fallen Personalkosten weiter an.
  3. Atomkraftwerke: deutsche AKW, die angeblich die zuverlässigsten überhaupt sein sollen, stehen zu relevanten Anteilen ungenutzt still - im Durchschnitt 20% - manche jedoch fallen maximal bis zu 30% ihrer Betriebszeit aus. Während dieser Zeit verbrauchen AKW wegen der notwendigen Kühlung große Mengen Strom. D.h. in Stillstandszeiten verdienen die AKW nicht nur kein Geld, sondern erfordern neben den laufenden Personalkosten auch noch Stromkosten in signifikanter Höhe - sie sind also während der Stillstandszeiten die teuersten Kraftwerke überhaupt.
  4. Power2Gas-Anlagen: i.d.R. keine

Abtransport RueckstaendeBearbeiten

  1. EE & BHKW: keinerlei Kosten, weil kein Müll entsteht, der abtransportiert werden müsste.
  2. Kohle: fallen Kosten für den Abtransport der Asche an.
  3. AKW: Der Abtransport des Atommülls ("Castor"-Behälter sind extrem teuer) ist der teuerste überhaupt.

Muell-Entsorgung/LagerungBearbeiten

  1. EE und Gas: keine Kosten, da kein Müll.
  2. Kohle: ggf. Aschedeponien.
  3. AKW: Die Lagerung des Atommülls ist die teuerste überhaupt - und weltweit ungelöst! Obendrein noch wird beim Atommüll das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. Die Verursacher - die Atomindustrie muss nicht für die Beseitigung ihres Drecks bezahlen, schon verdient mit der DBE sogar noch daran:
    1984 hat die CDU-Regierung mit der "Deutsche[n] Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH" (DBE) einen Kooperationsvertrag unter rechtlich haarsträubenden Bedingungen abgeschlossen, welcher bis heute unverändert gültig ist:
  • der Vertrag erfolgte ohne Ausschreibung
  • der Vertrag schließt eine "ordentliche Kündigung aus" - ist also nahezu unkündbar
  • der Vertrag sichert der DBE ein Monopol zu - kein anderes Unternehmen kann beauftragt werden
  • der Gewinn ist zugesichert
  • die Preise ihrer Leistungen setzt die DBE selbst fest

Intransparenz: der Vertrag ist in soweit geheim, wie dieser nicht ohne Einverständnis der DBE veröffentlicht werden darf. Das BfS muss jährlich 100 Millionen € an die DBE überweisen. Die sich an diesen "fragwürdigen" Umständen entzündende Kritik:

  • Obwohl die DBE ein Privatunternehmen ist, genießt sie die Vorteile einer Behörde
  • Wettbewerb und Konkurrenz sind ausgeschaltet
  • Lizenz zum Gelddrucken
  • Nicht das öffentliche Interesse und Recht auf Sicherheit steht an vorderster Stelle, weil wirtschaftlich Gesichtspunkte eine größerer Rolle spielen, als nach dem Atomgesetz vorgesehen. Die DBE gehört der Atomindustrie.
  • Keine Anreize zu wirtschaftlichem Handeln
  • Selbst der Bundesrechnungshof kann nicht alle Rechnungen einsehen

RueckbaukostenBearbeiten

  1. EE: Solar- und WK-Anlagen lassen sich überwiegend exzellent recyceln.
  2. Kohle: Der Rückbau von Kohlekraftwerken ist teuer.
  3. Atomkraftwerke: Der Rückbau von AKW hingegen ist der langwierigste und aufwändigste - und damit teuerste überhaupt. Aktuell hat sie die Atomindistrie wieder einmal durch einen miesen Deal der wahren Rückbaukosten entledigt und diese einmal mehr der Steuerzahler aufgebürdet.

VersicherungskostenBearbeiten

  1. EE: in engen Grenzen. Der mögliche Schäden sehr überschaubar.
  2. Kohle: ebenso: s.o.
  3. Atomkraftwerke: Der mögliche AKW-Schaden und damit die der max. möglichen Schadenshöhe tatsächlich angemessenen Deckungssumme der Pflichtversicherung ist die Teuerste überhaupt. Durch das Atomgesetz jedoch wird die Deckungssumme auf den lächerlichen Betrag von nur 2,5 Mrd. gedeckelt (indirekte Subvention), was bei einem Super-GAU jedoch nur einen Fliegenschiss gleichkäme. Mit anderen Worten: de facto sind Atomkraftewerke gegen einen Super-GAU praktisch unversichert. Würden sie angemessen versichert, was nur bei Staat ginge, so würde dies aufgrund unbezahlbar hoher Atomstrompreise zum sofortigen Aus von AKW führen (siehe auch AKW-Passus unter "Subventionen").

NetzausbaukostenBearbeiten

  1. EE: gegenüber politisch inkompetenter Planung minimiert, da idealerweise Erzeugung vor Ort durch PV, Kleinwindanlagen, Mini-BHKW und/oder, sofern möglich, sogar Kleinwasserkraftanlagen. Hohe Kosten für Nord-Süd-Ausbau, wenn Bayern weiter egoman und verantwortungslos den WKA-Ausbau in eigenen Land torpediert.
  2. Kohle & AKW: Keine bei Status-Quo-Fortführung ("weiter so wie bisher"). Anmerkung: Atomkraftwerke machten früher den rund 10-fachen Netzausbau erforderlich

Eliminierung der Netzbetreiber-GewinneBearbeiten

Im Zuge der asozialen neoliberalen Agenda wurde auch der Netzbetrieb privatisiert, obwohl es sich um ein natürliches Monopol handelt. Da es auch während des staatlichen Betriebes zu keinem signifikanten Blackout kam, dient die Privatisierung dieses Bereiches einzig und allein der Bereicherung weniger Extremreicher auf Kosten der Gesellschaft. Gesellschaftliche wichtige Infrastruktur gehört ohnehin nicht in die Hände privater Unternehmen, die der Gewinnmaximierung als oberstem Gebot unterworfen sind. Deswegen sollte der Netzbetrieb reverstaatlicht und so die Kosten für Gewinne eingespart werden.

Kosten Speicher-InfrastrukturBearbeiten

Bei Power2Gas gar keine, weil Gasnetz mit hinreichender Speicherkapazität -für mehrere Monate- schon vorhanden ist. Dies erkennt sogar der notorische Energiewende-Schlechtredner HWS an: "Bei Gas gibt es kein Speicherproblem".

UebertragungsverlusteBearbeiten

  1. EE: Dezentrale EE-Anlagen am Ort des Bedarfs vermeiden Übertragungsverluste vollständig (gesteigerter Endabnahme-Wirkungsgrad). Offshore Windparks können, wenn sich Bayern weiter egoman und unsozial gegen den EE-Aufbau im eigenen Land sträubt, zu signifikanten Übertragungsverlusten von Nord nach Süd führen.
  2. Kohle: höhere Übertragunsverluste aufgrund zentraler Strukturen
  3. Atomkraftwerke: Bei AKW entstehen aufgrund der Größe & Zentralität einerseits und Standorten abseits von Ballungszentren andererseits die höchsten und signifikante Transportverluste.

SubventionenBearbeiten

  1. EE (& BHKW): vergleichsweise gering - Fehlwahrnehmnung aufgrund transparenter Kostenaufschlüssung in Stromrechnungen
  2. Kohle & AKW: hohe Subventionskosten. Teil der umweltschädlichen Subventionen,
    Zitat: "Ohne Subventionen für fossile & nukleare Energieträger wären die enerneurbaren schon heute kostengünstiger als alles andere".
    Kernkraft erhält deutlich mehr Subventionen als die Erneuerbaren Energien -
    EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat ... einen Subventionsbericht zur Energiepolitik manipulieren lassen. In dem Bericht sollte die Höhe der Subventionen für Ökostrom kritisiert werden. Doch aus den Zahlen ging hervor, dass Kernkraft und fossile Energieträger deutlich stärker subventioniert werden. Die missliebigen Zahlen wurden gestrichen.
  3. Atomkraftwerke: höchste, d.h. extrem hohe Subventionskosten! Aber intransparent verschleiert und auf den Steuerzahler abgewälzt - gemäß des [neoliberalen] Mottos: "Gewinne privatisieren - Kosten/Verluste sozialisieren", US-Studie 2012: "Bei vollstaendiger Haftung der Betreiber bzw. Wettbewerb frei von Subventionen hätte niemand Atomkraftwerke gebaut, wuerde heute niemand Atomkraftwerke bauen und jeder der Atomkraftwerke besitzt, wuerde so schnell wie moeglich aus dem Geschaeft aussteigen."

Potenzielle SchadenskostenBearbeiten

bei einem Unfall bzw. Versagen der Anlagen:

  1. EE & BHKW: Bei PV nahezu unbedeutend. WKA können im Schadensfall überschaubare Kosten verursachen.
  2. Kohle: überschaubar
  3. Atomkraftwerke: Der maximal mögliche Schaden bei einem Super-GAU liegt gemäß zweier Studien zwischen 6090 Mrd. und 7500 Mrd. € und ist damit der schwerwiegendste überhaupt.

Umwelt- und Gesundheits-FolgekostenBearbeiten

EnergietraegergewinnungBearbeiten
  1. EE & Power2Gas: keine
  2. Kohle: Bei Steinkohle sog. "Ewigkeitskosten", beim Braunkohletageabbau hohe Kosten für Renaturierung.
  3. Atomkraftwerke: Beim Uranabbau katastrophale, möglicherweise niemals rückgängigmachbare Umweltzerstörung mit exorbitanten Kosten: Yellow Cake: Die Lüge von der sauberen Energie ARTE Dokumentation
StromerzeugungBearbeiten
  1. EE & Power2Gas: keine
  2. Kohle: hohe Folgekosten der verursachten Umweltverschmutzung in Form von Luftschadstoffen: in Deutschland gehen pro Jahr zehntausende Krankheitsfälle und Todesopfer allein auf das Konto der (Blei-, Schwefeldioxid-, Cadmium-, Arsen-, Stickoxid-, Quecksilber-haltigen) Abgase fossiler Brennstoffe [8]. Zusätzlich radioaktive Kontaminierung der Umwelt durch Uran in der Kohle.[9], gemäß Europäischer Umweltagentur ergeben sich damit jährliche Kosten von 109 - 169 Mrd. €
  3. Atomkraftwerke: Kontaminierung von Mensch & Umwelt auch im Regelbetrieb - Kosten für durch AKW verursachte Krebserkrankungen.

Eliminierung von VerlustenBearbeiten

Dieses Konzept inkludiert die kategorische Verhinderung von Strombörse-Absurditäten: Es gibt keine Stromüberschüsse mehr, die durch niedrige oder gar negative Strompreise exportiert werden müssen: Sinnvolle Verwendung sämtlicher "Stromüberschüsse" über den nationalen Bedarf hinaus für die Power2Gas-Produktion von Wasserstoff und/oder Synthese von Methan (oder anderer sinnvoller bzw. hinreichend effizienter Speichermöglichkeiten).

Minimierung der EEG-AbgabeBearbeiten

  1. Durch praktisch die komplette Rücknahme von EEG-Ausnahmegenehmigungen entfällt die gesetzliche Nötigung "normaler Stromverbraucher" bzw. Tarifkunden, entsprechende [Groß-]Konzerne und [Groß-]Unternehmen zu zwangssubventionieren.
  2. Durch das Entfallen des [technischen] Zwangs (weil es infolge von Power2Gas keine "nicht nutzbaren Strommengen" mehr gibt), überschüssigen Strom an der Börse verscherbeln zu müssen, werden dort die Preise steigen. Damit verringert sich die Differenz zur garantierten EE-Einspeisevergütung, was wiederum die EEG-Abgabe deutlich verringert (ab ca. min 45), in welche über die Ausgleichsmechanismus-Verordnung genannte Perversität genau diese Differenz einfließt.

Die Umsetzung dieser beiden Punkte dürfte die EEG-Umlage auf ca. 1ct/kWh oder weniger schrumpfen lassen.

Kosten ReservekraftwerkeBearbeiten

Mit diesem Konzept (nicht dem Unsinns-Szenario von HWS): entfallen. Die intelligent [strom-]geregelten Klein-BHKW auf Brennstoffzellenbasis sind keine Reserve, sondern ersetzen sukzessiv ohnehin benötigten Heizungsanlagen und Häusern, Gebäuden, und Industrieanlagen.

Konkurrenz zum KartellBearbeiten

Die vier Energieversorger des Stromerzeugeroligopols stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bilden ein Kartell. Durch signifikante Stromerzeugung in kommunaler oder Bürgerhand entstünde eine echte Konkurrenz, sodass das Kartell aufgebrochen würde und unter Preisdruck geriete. Folge: Kostensenkungen.

Volkswirtschaftlicher NutzenBearbeiten

Energiewendeinvestitionen würden im Inland Arbeitsplätze schaffen in den Bereichen Installation, Inbetriebnahme und ggf. Wartung sowie Produktion von EE-Anlagen oder BHKW (Wertschöpfung in den Regionen). Damit würde die Binnenwirtschaft angekurbelt und es entstünde ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen. Im Gegensatz dazu sind die Importkosten fossiler Energieträger (derzeit rund 80 Mrd. € pro Jahr) volkswirtschaftlich verloren - sie nutzen nur ausländischen Ölkonzernen und Kohle- bzw. Gaslieferanten.

Zwischenfazit Kosten
Die Kosten einer Status-Quo-Fortführung belaufen sich laut Frauenhofer Institut ISE bis zum Jahr 2050 auf mind. 4200 Mrd. €! Worin keine CO2-Abgabe und keine Kostensteigerungen für Importe fossiler Energieträger eingerechnet sind. Dies berücksichtigt (bei 2% Kostensteigerung / a) würde eine Status-Quo-Fortführung bis 2050 sogar 7700 Mrd. € kosten. Im allerschlimmsten Falle wäre die hier präferierte Energiewende genauso teuer wie ein „weiter so wie bisher“. Ungleich wahrscheinlicher aber ist, dass jene Energiewende mittel- bis langfristig sogar kostengünstiger ausfällt: es sind [deutlich] sinkende Stromkosten aufgrund diverser o.g. Faktoren zu erwarten. Unter Berücksichtigung des volkswirtschaftlichen Nutzens (s.o.) sowie der Minimierung des Kostenklotzes Atomstrom wäre eine solche Energiewende sogar in jedem Falle preiswerter!

Allein bei den Kostenaspekten a) Importkosten Energieträger, b) Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie c) Subventionen sind Erneuerbare Energien um MINDESTENS 300 - 400 Mrd. € preiswerter als fossile bzw. nukleare Energieträgernutzung - PRO JAHR!

VersorgungssicherheitBearbeiten

Autarkie anstatt AbhaengigkeitBearbeiten

NationalBearbeiten
  1. EE & Power2Gas: komplette Autarkie Import Importunabhängigkeit
  2. Fossile Energieträger: teilweise Importabhängigkeit; 100%ige Importabhängigkeit bei Steinkohle sowie Mineralöl und fast völlige Abhängigkeit bei fossilem Gas. Nur über dreckige, wirkungsgradschwache, Umwelt-zerstörende und -verpestende Braunkohle verfügt die BRD in nennenswertem Maße.
  3. Atomkraftwerke: 100%ige Importabhängigkeit. Bei Atomkraft führt die extreme Unflexibilität von AKW im Atomstromland Frankreich zur Abhängigkeit von deutschen Stromimporten.
"Die an der Atomindustrie kommerziell interessierten Kreise behaupteten skrupellos,
wir brauchten Atomkraftwerke, um uns von der Auslandsabhängigkeit in der
Energieversorgung zu lösen. Jedermann, der auch nur einigermaßen informiert ist,
weiß ganz genau, daß das Gegenteil zutrifft:
daß uns die Atomenergie in eine totale Uran-Abhängigkeit vom Ausland bringt
".
- Hans A. Pestalozzi, 1979, "Nach uns die Zukunft", S. 16, 2. Beispiel
Regional/KommunalBearbeiten

Teilweise oder vollständige Zurückgewinnung von Autonomie - Befreiung aus dem Preisdiktat/Kartell des Stromerzeugeroligopols. Wenn sich verantwortungslose Länderregierungen wie z.B. die von Bayern entscheiden, in regionaler Abhängigkeit zu verharren, weil sie den WKA-Ausbau mit übertriebenen Abstandsregelungen praktisch zum Erliegen bringt, dann ist entsprechende Kritik an die inkompetenten politischen Entscheidungsträger zu richten und nicht die Energiewende.

IndividuellBearbeiten

teilweise - vollständige Selbstversorgung mit dem Ziel "Energieversorgung in Bürgerhand" - geringere Abhängigkeit und mehr Selbstbestimmung beim "normalen Stromkunden".

Entfallender KuehlwasserbedarfBearbeiten

  1. EE & BHKW: keinerlei Kühlwasserbedarf. Bei BHKW ist das "Kühlmittel" das Nutzwasser (Heizung und Warmwasser). Entfallender Kühlwasserbedarf ist gerade in Trockenzeiten und Dürreperioden sehr wichtig; weitere Dürrezeiten in Deutschland sind etwas, auf das Politik und Kommunen sich aus vielfältigen Erwägungen vorbereiten sollten.
  2. Fossile Großkraftwerke: Kühlwasserabhängigkeit
  3. Atomkraftwerke: extreme Kühlwasserabhängigkeit. In Frankreich fallen aufgrund von Problemen, Kühlwassermangels, zu warmen oder nicht brauchbaren Kühlwassers regelmäßig die angeblich "zuverlässigen" Atomkraftwerke aus. In Deutschland würde bei weiteren Dürresommern ähnliches drohen. Tatsächlich wurden auch in Deutschland AKW aufgrund hoher Temperaturen in der Leistung schon gedrosselt.

Minimiertes BlackoutrisikoBearbeiten

  1. EE & BHKW: Aufgrund exzellenter Regelbarkeit von Klein-BHKW in Sekundenschnelle kann einem drohenden Blackout entgegengewirkt werden (höhere Sicherheit gegen Störungen) - ggf. sogar einem Auslands-induziertem Blackout.
  2. Kohle: träge - zu schlechte Regelbarkeit, da nicht schnell genug regelbar
  3. Atomkraftwerke: extrem unflexibel, praktisch gar nicht regelbar. Beim Atomstromland Frankreich scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es nach diversen Beinahe-Blackouts zum realen Blackout kommt.

Gesteigerte AusfallsicherheitBearbeiten

  1. EE & BHKW: Außerordentlich hoch bei einem dezentralen Netzes aus intelligent-geregelten BHKW und Selbstversorgungseinheiten mit Speichern. Ungeplanter Ausfall kleiner, dezentraler EE-Anlagen oder BHKW praktisch irrelevant, weil diese aufgrund der geringen Leistungsgröße netzunkritisch sind.
  2. Fossile Großkraftwerke: Dem steht das prinzipiell größere Risiko bei zentralen Strukturen entgegen: nicht auszuschließen.
  3. Atomkraftwerke: Plötzlicher und ungeplanter Ausfall eines Großkraftwerkes kann Stromausfall (AKW Krümmel) oder gar Blackout verursachen. Selbst die geplante Abschaltung von Großkraftwerken birgt eine gewisse Brisanz, wie Belgien mit seinen Rissreaktor-AKWs zeigt.

Exzellente SchwarzstartfähigkeitBearbeiten

Extrem wichtig zum Hochfahren nach einem -möglicherweise Auslands-induziertem- Blackout. Die Verbesserung der Schwarzstartfähigkeit der Stromversorger wäre äußerst wichtig. Aber eine inkompetente und unwillige Regierung sowie das Stromerzeugeroligopol bleiben pflichtvergessen und verantwortungslos untätig.

  1. EE & BHKW: Bei erneuerbaren Energien exzellent. Klein-BHHW erfüllen alle besonderen Anforderungen für einen Schwarzstart.
  2. Kohlekraftwerke: i.d.R. sehr schlecht
  3. Atomkraftwerke: nicht vorhanden. Schwarzstart kategorisch ausgeschlossen.

Ressourcen-VerfügbarkeitBearbeiten

  1. EE & Power2Gas: Sonne, Wind, Wasser, Biogas sind die unerschöpflich - gilt, sofern genügend Anlagen vorhanden, auch für per EE produziertem Wasserstoff (Elektrolyse) oder synthetisiertem Methan (Methanisierung von H2)
  2. fossile Energieträger: weltweit endliche Ressourcen. National: bei Steinkohle wirtschaftlich Ausbeutbarkeit beendet, Gasvorkommen marginal, Steinkohle geht absehbar zur Neige.
  3. Uran: weltweit marginalst, national überhaupt nicht.

Entfallen des Energiebedarfs (auch Autarkieaspekt)Bearbeiten

Bei Vollholzhäusern entfällt der Heizungsbedarf entweder weitestgehend (Rest per Photothermie oder Wärmepumpe) oder komplett bei gesundem Passivhaus ohne Technik.

Speicherproblematik geloest Bearbeiten

Bei Power2Gas und Nutzung des bestehenden Gasnetzes (kein Ausbaubedarf)

Kommentar: Die behauptete "Versorgungssicherheit" bei Atomkraft ist nur eine Mär: die angeblich "ach so zuverlässigen deutschen AKW" fallen durchschnittlich 20% und max. bis zu 30 Prozent ihrer Betriebszeit aus - außerdem sind sie Kühlwasser-abhängig.

Zwischenfazit Versorgungssicherheit:
Das Konzept dieser qualifizierten Energiewende beinhaltet eine ideale Kombination aus

  • höchster Flexibilität, aufgrund sekundenschneller Regelbarkeit,
  • einem robusten, intelligent geregelten Netz und
  • kleinen Einheiten, deren Ausfall netzunkritisch ist,

was in eine maximale Blackoutresistenz mündet. In Ergänzung mit

  • beseitigter Import-Abhängigkeit und Gewinnung von Autarkie,
  • unerschöpflichen natürlichen Ressourcen und
  • wegfallendem Kühlwasserbedarf

ergibt sich eine kaum zu toppende Versorgungssicherheit. Mit anderen Worten: durch eine qualifizierte Energiewende würde inbesondere die Versorgungssicherheit strategisch deutlich steigen.

Praktisch die gegenteilige Situation besteht bei Atomkraftwerken. In sofern ist das sehr hohe Blackoutrisiko Frankreichs nur praktische Auswirkung der Kombination denkbar schlechter Sachverhalte.
Kohlekraftwerke sind nur in einem der o.g. sechs Aspekte besser: nicht gänzlich unflexibel, sondern träge regelbar. Deswegen werden sie als Mittellastkraftwerke eingesetzt - nicht Grundlastkraftwerke wie die praktisch nicht regelbare Atomkraftwerke.

UmweltschutzBearbeiten

  1. Kaum umweltschädliche Abwärme
  2. Signifikant weniger Umweltbelastungen, da synthetisch reines Gas ohne Belastungen durch Schwefel o.a.
  3. CO2-neutral bei Verwendung von Methan oder Wasserstoff aus Power2Gas
  4. Sehr gut recycelbar (Kohlekraftwerke kaum recycelbar, AKW gar nicht, aber Rückbau extrem teuer)
  5. Recyling-Wirtschaft an sich ist sowohl Ressourcen- wie auch Energie-sparend
  6. Umweltschäden:
  • BHKW, dezentrale PV, Kleinwind- & Kleinwasserkraft-Anlagen: keine
  • WKA (groß): Mensch: Beeinträchtigung durch Infraschall und Schattenwurf kann durch hinreichende Abstandsregelungen vermieden werden, Fauna: ggf. Abholzung und Gefahr für Vögel oder Fledermäuse
  • PV-Großanlagen: Flächenverlust und Verschattung
  • Braunkohle (in der BRD einzig verbliebene Kohleart): durch Tagebau katastrophal - Zerstörung kompletter Lebensräume für Flora und Fauna, Freisetzung diverser Schadstoffe in die Luft
  • AKW: während des Normalbetriebes diverse Schäden an Mensch und Umwelt durch Freisetzung radioaktiver Substanzen über den AKW-Schornstein oder Abwasser. Bei einem Super-GAU der INES-Stufe 7 unvergleichlich katastrophale Schäden.

UmsetzbarkeitBearbeiten

  1. Exzellente Skalierbarkeit
  2. In den Industriezweigen mit [besonders] hohem Wärmebedarf lässt sich durch die Kombination verschiedener BHKW-Typen (Stirling-Motor, Verbrenner oder Brennstoffzelle) genau der jeweilige Wärmebedarf abdecken.
  3. Bedarf für Umweltgenehmigungen wie bei Großkraftwerken entfällt (auch Kostenvorteil)
  4. Sehr kurze Installationszeit:
  • Wochen bei BHKW, dezentraler PV & Kleinwindanlagen
  • Monate bei WKA und Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken
  • viele Jahre bei konventionellen Großkraftwerken
  • bei AKW ggf. auch ein Jahrzehnt oder länger


SonstigesBearbeiten

  • Ankurbelung der Wirtschaft - durch Investitionen in eine sinnvolle und nachhaltige Zukunft
  • Mehr und hochqualifizierte Jobs
  • Mehr Frieden und Sicherheit, weil weniger/keine Kriege um fossile Energieträger

Potenzielle EinwaendeBearbeiten

Energiewende ist viel zu teuer Bearbeiten

Die Energiewende könnte laut Altmaier, ein alteingesessener Energiewendebremser und Demagoge gegen selbige, angeblich bis "300 Mrd. €" kosten.

Erwiderungen:

  • Da Panikmache und Übertreibungen keine Grenzen kennen, ist nach oben alles offen und auch noch höheren Beträgen Tür und Tor geöffnet. Auf welchen belastbaren Zahlen Altmaiers Schätzungen von "könnte" und ähnlich schwammiges Gefasel basieren, bleibt dabei offen.
  • Regelmäßig wird die Aufstellung der Gegenrechnung unterschlagen: was nämlich ein "weiter so wie bisher" kosten würde. Auch konventionelle Großkraftwerke halten nicht ewig, sondern besitzen nur eine begrenzte Lebensdauer. Sowohl Atom- wie auch Kohlekraftwerke fallen weder vom Himmel, noch wachsen sie auf Bäumen. Neue Kohlekraftwerke kosten mittlerweile Mrd. Und die Energieträger sind im Gegensatz zu EE weder kostenlos, noch werden diese frei Haus geliefert. Bei EE entfällt im Gegensatz zu Kohle- und Atomkraftwerken die Entsorgung des Mülls. In diesem Kontext sei auf den Vergleich der ökonomischen Rahmenbedingungen des angeblich ach so billigen Atomstroms mit EE-Strom verwiesen:
    Theoretische Erwaegungen-Analyse der Rahmenbedingungen
  • Wegen der genannten Kostenvorteile aufgrund außerordentlicher Wirkungsgradsteigerungen und kostenloser, frei Haus gelieferter Energieträger, die weder kostenträchtig abtransportiert noch entsorgt werden müssen, kann eine hinreichend kompetent geregelte Energiewende spätestens langfristig nur preiswerter als ein "weiter wie bisher" sein.
  • Da der Import fossiler Energieträger für die letzten fünf Jahre allein 400 Mrd. € kostete und bei einem "weiter so wie bisher" bis 2040 für Energieträger-Importe (fossil), Kraftwerksbetrieb, Schäden durch Luftschadstoffe und Klimafolgekosten voraussichtlich 5400 Mrd. anfallen werden, sind einmalige 300 Mrd. ein Schnäppchen!
  • Die Importkosten für fossile Energieträger sind volkswirtschaftlich verlosen - sie nutzen nur ausländischen Ölriesen und anderen Großkonzernen. Hingegen diese Importkosten hingegen im eigenen Land in innovative Technik investiert, würde dies der Breite der Gesellschaft zugute kommen.



Kein Perpetuum mobileBearbeiten

Auch dieses Konzept kann physikalisch unmöglich ein perpetuum mobile sein und nicht ausschließlich mit selbst erzeugtem Gas betrieben werden.

Erwiderungen:

  1. Von einem Betrieb mit ausschließlich selbst erzeugtem Gas kann auch keine Rede sein: Im Regelfall wird die Stromproduktion durch einen hinreichend ausgebauten EE-Anlagenpark erzeugt. Nur in Mangelzeiten wird auf das synthetisierte Gas zurückgegriffen, welches zu Überproduktionszeiten erzeugt wurde.
  2. Gas muss in späteren Überproduktionszeiten ständig neu erzeugt werden.
  3. Dazu muss der EE-Anlagenpark mind. so weit ausgebaut werden, dass eine ausreichende Gasneusynthetisierung mittles statistisch hinreichender "Überproduktion" gewährleistet ist.
  4. Mit diesem Konzept gewinnt "Überproduktion" eine völlig neue Qualität: während mit dem aktuell veralteten Kraftwerkspark eine Überproduktion ggf. zu negativen Strompreisen führen kann, wenn das Ausland diesen Strom nicht will, so würde mit diesem Konzept jegliche Produktion über den Strombedarf hinaus selbst (inländisch) genutzt werden, um Gas zu synthetisieren. Jeglicher Zwang zum Stromexport entfällt.



Unguenstiges Strom-Waerme-Verhaltnis von BHKWBearbeiten

BHKW wie der "Dachs" haben ein Strom-Wärme-Verhältnis von etwa 1:6, womit sich das Problem ergibt, die Wärme sinnvoll zu nutzen. Wenn die Wärme sinnlos verpufft, ist auch der BHKW-Vorteil des hohen Gesamtwirkungsgrades dahin.

Erwiderung:

  • Ja, für BHKW auf Basis eines Stirling-Motors ergibt sich solch ein für Privatnutzer ungünstiges Verhältnis: Der elektrische Wirkungsgrad von Stirlingmotoren liegt bei nur rund 17%.
  • BHKW auf Basis eines Verbrennungsmotors besitzen jedoch einen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 45%
  • Neuste BHKW-Technologie auf Brennstoffzellenbasis verfügt sogar einen sensationellen elektrischen Wirkungsgrad von rund 60%.



Niedriger Wirkungsgrad von Gas-Synthetisierung und RueckwandlungBearbeiten

Aus der Summe der Einzelwirkungsgrade der verschiedenen Stufen

  • Elektrolyse (Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff): 70%
  • Verdichtung & Transport: 80%
  • Rückwandlung per BHKW auf Brennstoffzellenbasis: 60%

ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von nur 34%.

Erwiderungen:

  1. Gilt nur zeitweise, wo mit per BHKW Strom erzeugt wird - abzüglich nicht vorhandener Transportverluste
  2. Damit liegt der elektrische Wirkungsgrad immer noch auf dem ständigen Niveau deutscher Atomkraftwerke oder älterer Braunkohlekraftwerke - zuzüglich der Übertragungsverluste aufgrund zentraler Strukturen
  3. Die Wärme, deren Erzeugung oftmals teuer als die von Strom ist, fällt praktisch kostenlos ab
  4. Die o.g. Rechnung gilt nur solange, wie die Abwärme nicht mittels Sterlingmotoren in Strom gewandelt oder sonstwie sinnvoll genutzt wird

Insbesondere die konzeptionelle Wandlung der ehemals unweltschädlichen Abwärme bei konventionellen Großkraftwerken in Nutzwärme bei dezentralen BHKW, die als praktisch "kostenloses Geschenk" abfällt, ist ein
Kostenvorteil, der alle elektrischen Wirkungsgrad-Wandlungsverluste mehr als ausgleicht.

Dezentralisierung hat nicht nur VorteileBearbeiten

Große Kraftwerke wurden deswegen gebaut, um Skaleneffekte zu nutzen. Diese gehen bei der Dezentralisierung wieder verloren.

Erwiderungen:

  • Dieser Einwand ist diesem konkreten Fall aufgrund multipler Wirkungsgrad-Steigerungen unzutreffend:
    die Wirkungsgradsteigerungen durch das BHKW-Konzept (Verdoppelung) in Kombination mit dem besseren Transportwirkungsgrad aufgrund eines eliminierten Übertragungsverlustes (welcher aktuell bis zu 30% von Nord nach Süd betragen kann) überwiegt bei weitem alles, was an Skaleneffekten bei Großkraftwerken erreichbar ist.
  • Tatsächlich ist die Dezentralisierung auch in anderen technischen Problemfeldern die Lösung für zuvor unüberwindbar geglaubte Probleme:
    A. Radioteleskope (RT) sind hinsichtl. ihrer Größe an technische Grenzen gestoßen. Durch die anschließende Dezentralisierung durch ein Array vieler kleiner RT konnte ein virtuelles Teleskop einer Größe realisiert werden, welches ein physikalisches zentrales RT niemals hätte erreichen können.
    B. Der neueste Techniktrend in der Kameratechnik geht von einer großen und teuren Einzellinse auf viele kleine preiswerte Linsen, die Möglichkeiten eröffnen, die mit einem großen Einzelobjektiv unerreichbar sind.



Warum fehlende Umsetzung?Bearbeiten

Wenn das so vorteilhaft ist wie dargestellt, warum wurde das nicht längst umgesetzt?

Antworten:

  • Eine hinreichend kompetent gesteuerte Energiewende konterkariert das Geschäftsmodell von Branchen, welche über die einflussreichsten und mächtigsten Konzerne verfügen: Ölkonzerne und Kohleindustrie
  • Lobbyorganisationen der Ölkonzerne und Kohleindustrie wie z.B. eike betreiben seit Jahrzehnten Desinformation
  • Das Energieerzeugeroligopol betreibt seit Jahren FUD und Desinformation gegen die Energiewende [1]
  • Einflussreiche Figuren wie z.B. H.W. Sinn hetzen in Vorträgen mit "Entscheidungsträgern" seit Jahrzehnten mittels Pseudoargumentation gegen die Energiewende
  • Jahrzehntealte Großkonzerne sind erfahrungsgemäß unfähig zu einer grundlegenden Neukonzeption des eigenen Geschäftsmodells. Sie halten an den überkommenen [Denk-]Strukturen fest und erweisen sich oftmals als innovationsunfähig.
  • Politiker sind schlicht und ergreifend fachlich inkompetent.
  • Regierung generiert sich immer offener (>> Dieselskandal) als Handlanger und Erfüllungsgehilfen einflussreicher Wirtschaftszweige (siehe Punkt 1)

[1] So behaupteten 1993 "Ihre Stromversorger":
„Denn regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken. Können wir ein solches Vorgehen verantworten? Nein.“ [10]
Mit dieser Behauptung lagen die Stromversorger um eine ganze Größenordnung, also Faktor 10, daneben. Ob diese Falschbehauptung nun grober Inkompetenz oder gar Verlogenheit geschuldet war: in jedem Falle sind schwere Zweifel an Behauptungen des Stromerzeugeroligopols angebracht, was angeblich in Bezug auf die Energiewende nicht möglich sei.

Energiewende ins NichtsBearbeiten

Alle von H.W. Sinn vorgetragenen Einwände treffen nur und ausschließlich auf den derzeit bestehenden Kraftwerkspark und die politisch zutiefst inkompetent gesteuerte Energiewende. Eine hinreichend kompetent gemanagte Energiewende, z.B. entsprechend des hier vorgestellten Konzeptes, die auch auf einen völlig anderen Kraftwerkspark ohne träge Großkraftwerke hinausläuft, beseitigt alle Vorbehalte - inklusive der Kosten und des angebl. unlösbaren Speicherproblems (selbst Herr Sinn gesteht ein: "Bei Gas gibt es kein Speicherproblem")! Siehe Vorteile

Gas ist klimaschaedlichBearbeiten

"Aber Gas ist doch ein fossiler und kein erneuerbarer Energieträger, der obendrein bei der Verbrennung CO2 erzeugt!"

Erwiderung: Per Methanierung erzeugtes Methan ist eben nicht fossil, sondern synthetisch. Durch Power2Gas syntetisiertes Methan ist klimaneutral, weil das bei der Verbrennung erzeugte CO2 zuvor während der Methanisierung gebunden wurde.

Energiewende im TransportBearbeiten

Richtig ist, dass die Umstellung auf E-Mobilität nach aktuellem Muster nicht die Lösung sein kann, weil dies u.a. seltene Erden benötigt.

PersonenverkehrBearbeiten

Generell: Massives Zurückdrängen des Individualverkehrs:

  • Massiver Ausbau und Förderung/Subventionierung des öffentlichen Nahverkehrs
  • Zurückdrängung des Individualverkehr mit allen sinnvollen und zielführenden Mitteln
  • Wo immer möglich und sinnvoll einsetzbar sollten wieder E-Busse mit Oberleitungen eingesetzt werden, die gar keinen Akku benötigen
  • Wo Oberleitungen nicht sinnvoll sind, sollten Busse mit Brennstoffzellen oder Akku, die nicht auf Basis seltener Erden funktionieren, zum Einsatz kommen
  • Ansonsten E-Kleinbusse (mit Brennstoffzellen oder alternativen Akkus) auf individuellen Routen, die möglichst mehrere Personen befördern.
  • Förderung selbstfahrender E-Mobile, die möglichst mehrere Personen befördern.
  • Schließung von Innenstädten für den Individualverkehr mit Verbrennern
  • Ausbau von Fahrradwegen, Förderung von Nahfeldeinkaufsmöglichkeiten [11]

Sofortige Beendigung der Subventionierung schaedlicher TransporteBearbeiten

Siehe auch Kapitel Beendigung umweltschädlicher Subventionen

WarenverkehrBearbeiten

  • Ausbau des Schienennetzes
  • Verlagerung des Transports vom LKW auf die Schiene
  • Idealerweise Verbot des Schiffsbetriebs mit Schweröl oder und Subventionierung von Wasserstoffantrieben die mit per EE-Strom erzeugtem elektrolytischem Wasserstoff angetrieben werden. Falls Verbot nicht möglich dermaßen hohe Besteuerung von Schweröl, dass es kostengünstiger ist, nicht damit zu fahren (Nachversteuerung bei Schwerölbezug aus dem Ausland)

NachwortBearbeiten

Es besteht ein unseliger Zusammenhang:

  • Leugnung eines menschengemachten Klimawandels
  • Rechtsextremismus
  • Neoliberalismus
  • AfD
  • eike
  • Energiewendehater, Hass auf Klimaschützer / FFF und der all dies befeuernden
  • Fossilindustrie (Öl- & Kohlekonzerne)

In deren Mittelpunkt die neoliberale und rechtsextreme AfD mit Björn Höcke, welcher unter dem Pseudonym Landolf Ladig in einem Neonazi-Zeitung "Volk im Bewegung" (herausgegeben einem der gefährlichsten Neonazis Thorsten heise) NeoNazi-Gesinnungen äußerte.

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