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Hinweis: blau dargestellte Worte verlinken auf erklärende Unterseiten, welche im Detail die Prinzipien und Vorteile darstellen und nicht auf Wikipedia!

Energiewende in der StromversorgungBearbeiten

Eine mögliche Lösung zur Realisierung einer Energiewende mit 100%EE, bei der das vermeintliche Speicherproblem gelöst ist; wäre diese:

  1. Drastische Reduzierung des Energiebedarfs: Der für die Baustoffherstellung, das Bauen und das Beheizen, Kühlen, Betreiben und Sanieren der Bauten benötigte Strom kann durch Umstellung auf gesunde und nachhaltige Vollholzbauten drastisch reduziert werden (siehe auch "Energiewende im Waermesektor"!
  2. BHKW-Netz in Kombination mit
  3. Power2Gas / Methanisierung (Energiespeicher)
  4. Sofortige Beendigung des Missbrauchs von Biogas für Grundlast (Verschwendung potenzieller Ausgleichsenergie)
  5. Ausbau der Windkraft wo sinnvoll - insbesondere Kleinwindanlagen auf Haus- oder Industriegebäudedächern (Erzeugung vor Ort ohne Transportverluste):
    Strom vom eigenen Dach | Einfach genial | MDR
    Energie der Zukunft: Wind, Sonne und Meer | Faszination Wissen | BR
  6. Alternative Speichertechnologie erforschen bzw. optimieren und ggf. dort einsetzen, wo diese sinnvoller/effektiver als Power2Gas sind.
  7. Max. Photovoltaik auf allen Dächern, wo immer sinnvoll.
  8. Forcierung von Umsetzung und Ausbau des Kombikraftswerks 2 [1]:
    Kombikraftwerk II: Abschied von der Grundlast
  9. Beseitigung derjenigen gesetzlichen Regelungen, welche nur der Behinderung des Ausbau und/oder der Benachteiligung von EE bzw. Bevorteilung fossiler/nuklearer Stromerzeugung dient
  10. Ausbau/Ausschöpfung umweltverträglicher Wasserkraft - Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken:

Was bedeutet dies konkret?

Das BHKW-Power2Gas-PrinzipBearbeiten

Dezentrale BHKW ersetzen in einem längeren, politisch/gesetzlich forcierten Prozess sukzessiv konventionelle Großkraftwerke und Zentralheizungen. Diese BHKW werden über ein Netz zentral intelligent geregelt (ist bereits Stand der Technik).

  1. Jegliche Stromüberproduktion kann mittels Power2Gas-Verfahren in problemlos speicherbares Methan gewandelt werden. Um die Wandlungsverluste der Metahnisierung zu minimieren sollte diese vorzugsweise in Biogasanlagen erfolgen, sofern sich die vielversprechenden ersten Versuchsergebnisse in weiterer Forschung & Entwicklung bestätigen.
  2. In Zeiten von Minderproduktion durch EE wird der Wasserstoff/das synthetisierte Methan durch BHKW in Strom und Wärme rückgewandelt.

Damit ist das Speicherproblem gelöst. Denn bei Gas gibt es kein Speicherproblem. Dies gesteht selbst der H.W. Sinn, ein notorischer Energiewende-Schlechtredner, ein.

VorteileBearbeiten

Die Gesamtvorteile eines intelligenten Netzes aus vielen dezentralen, stromgeregelten und gasbetriebenen BHKW am Ort des Bedarfs in Kombination mit Power2Gas bei gleichzeitig hinreichendem Ausbau EE (rund 100% Primärenergie) wo immer sinnvoll (s.o.) gegenüber zentralen trägen, unflexiblen und ineffizienten/verschwenderischen Kohle- und Atomkraftwerken sind geradezu erschlagend - hier eine prinzipielle/abstrakte Betrachtung:

KostenBearbeiten

  1. Energieträger-Kosten IST: Erneuerbare Energieträger sind kostenlos. Hingegen fielen von 1990 bis 2015 für den Import fossiler Energieträger alleine 1,17 Billionen = 1170 Milliarden € für Erdöl, Erdgas und Kohle an.[2]) an - rund 400 Mrd. € für die letzten fünf Jahre.
  2. Energieträger-Kosten Tendenz: Erneuerbare Energieträger bleiben kostenlos. Fossile (& nukleare) Energieträger hingegen werden, da es begrenzte Ressourcen sind, mittel- bis langfristig immer teurer werden.
  3. Transport Energieträger: Erneuerbare Energieträger werden jetzt und in Zukunft frei Haus geliefert. Für fossile (& nukleare) Energieträger hingegen fallen Transportkosten an, die mit der Zeit immer weiter steigen, sofern sie auf fossilen Energieträgern basieren.
  4. Aufbereitung Energieträger: Eine Aufbereitung erneuerbarer Energieträger ist nicht erforderlich (Holz-Pellets wegen mangelnder Relevanz außen vor). Bei Kohle hingegen fallen für die Zerkleinerung der Kohlebrocken zu "Kohlestaub" durch den Betrieb von Kohlemühlen allein 6-7% des produzierten Stroms an. Die Aufbereitung nuklearer Energieträger ist nochmals ungleich teurer.
  5. Anlagen-Planung: Konzipierung von EE-Anlagen (PV & WKA) ist Stand der Technik. Die Konzipierung von Kohlekraftwerken wird immer aufwändiger. Die von AKW sind die aufwändigsten – dort kommt die höchste Technikklausel zum Einsatz: „Stand von Wissenschaft und Technik“! Auch in der Planung sind AKW die Teuersten überhaupt.
  6. Anlagen-Baukosten IST: Der Bau von Solaranlagen oder Klein-WKA ist so günstig, dass sogar dezentrale private Anwendungen möglich sind. Neue Kohlekraftwerke liegen mittlerweile im Mrd. Bereich. Der Bau von AKWs ist der Teuerste unter allen Kraftwerken überhaupt (abgesehen von Megastaudämmen, die hier in Deutschland nicht zur Disposition stehen).
  7. Anlagen-Baukosten Tendenz: PV- und WK-Anlagen werden - bemessen an €/kWh - immer preiswerter. Hingegen steigen die Baukosten für Kohle- und Atomkraftwerke immer weiter. Lagen die AKW-Baukosten früher bei rund 4 Milliarden, so kostet der Bau neuer europäischer AKW (Finnland, Frankreich, GB) rund 10 Milliarden € oder mehr. Tendenz: weiter steigend.
  8. Errichtungszeit (Kostenfaktor Amortisation): PV-Anlagen lassen sich innerhalb weniger Wochen, WKA innerhalb weniger Monate errichten. Der Bau von Kohlekraftwerken dauert viele Jahre. Die AKW-Bauzeit zählt mit Abstand zu den längsten: nochmals viele Jahre länger als Kohlekraftwerke, bis zur tatsächlichen Stromerzeugung. Nicht selten mit massiven Bauverzögerungen um viele Jahre. Sofern es überhaupt jemals zur Inbetriebnahme kommt und diese nicht zum Milliarden-Grab werden.
  9. Betriebskosten: I.d.R. wird für den Betrieb von EE-Anlagen überhaupt kein Personal benötigt. Für den Betrieb von Kohlekraftwerken fallen hohe Personal- und sonstige Kosten an. Der AKW-Betrieb gehört aufgrund von Sicherheitserfordernissen zu den Personal-aufwändigsten und somit Teuersten überhaupt. Zusätzlich verbrauchen AKW allein zum Eigenbetrieb mehr Strom als das Bundesland Bremen.
  10. Wirkungsgrad: gute PV-Module bei rund 25%. Elektrischer Wirkungsgrad des Gesamtprozesses Power2Gas aus Elektrolyse (Wasserstoffproduktion), Kompression und Brennstoffzellen-BHKW bei rund 36%, exzellenter Gesamt-Wirkungsgrad von BHKW (um 90%) - sehr hohe Effizienz, gegenüber sehr modernen KohleKW (rund 45%) mind. doppelt so hoch - bezogen auf AKW (rund 33%) fast dreimal so hoch.
  11. Stillstandskosten: In Stillstandszeiten verbrauchen EE-Anlagen weder Strom, noch fallen i.d.R. Personalkosten an (und falls doch, dann im Vergleich zu Nachgenannten nur lächerlich wenig). Bei Kohlekraftwerken fallen Personalkosten weiter an. Durchschnittlich stehen deutsche AKW, die angeblich die zuverlässigsten überhaupt sein sollen, zu rund 20% still. Während dieser Zeit verbrauchen AKW wegen der notwendigen Kühlung große Mengen Strom. D.h. in Stillstandszeiten verdienen die AKW nicht nur kein Geld, sondern erfordern neben den laufenden Personalkosten auch noch Stromkosten in signifikanter Höhe - sie sind also während der Stillstandszeiten die teuersten Kraftwerke überhaupt.
  12. Abtransport Rückstände: Bei EE keinerlei Kosten, weil kein Müll entsteht, der abtransportiert werden müsste. Bei Kohle fallen Kosten für den Abtransport der Asche an. Der Abtransport des Atommülls ("Castor"-Behälter sind extrem teuer) ist der teuerste überhaupt.
  13. Müll-Entsorgung/Lagerung: Bei EE und Gas keine Kosten, da kein Müll. Bei Kohle ggf. Aschedeponien. Die Lagerung des Atommülls ist die teuerste überhaupt - und weltweit ungelöst!
  14. Rückbaukosten: Solar- und WK-Anlagen lassen sich exzellent recyceln. Der Rückbau von Kohlekraftwerken ist teuer. Der Rückbau von AKW hingegen ist der langwierigste und aufwändigste - und damit teuerste überhaupt.
  15. Versicherungskosten: Bei EE in engen Grenzen. Der mögliche Schäden sehr überschaubar. Der mögliche AKW-Schaden und damit die der max. möglichen Schadenshöhe tatsächlich angemessenen Deckungssumme der Pflichtversicherung ist die Teuerste überhaupt. Durch das Atomgesetz jedoch wird die Deckungssumme auf den lächerlichen Betrag von nur 2,5 Mrd. gedeckelt (indirekte Subvention), was bei einem Super-GAU jedoch nur einen Fliegenschiss gleichkäme.
  16. Netzausbaukosten: gegenüber politisch inkompetenter Planung minimiert, da idealerweise Erzeugung vor Ort durch PV, Kleinwindanlagen und/oder Mini-BHKW. Hohe Kosten für Nord-Süd-Ausbau, wenn Bayern weiter egoman und verantwortungslos den WKA-Ausbau in eigenen Land torpediert. Keine bei Status-Quo-Fortführung.
  17. Kosten Speicher-Infrastruktur: Bei Power2Gas gar keine, weil Gasnetz mit hinreichender Speicherkapazität schon vorhanden ist.
  18. Übertragungsverluste: Dezentrale EE-Anlagen am Ort des Bedarfs vermeiden Übertragungsverluste vollständig (gesteigerter Endabnahme-Wirkungsgrad). Offshore Windparks können, wenn sich Bayern weiter egoman und unsozial gegen den EE-Aufbau im eigenen Land sträubt, zu signifikanten Übertragungsverlusten von Nord nach Süd führen. Bei AKW entstehen aufgrund der Größe & Zentralität einerseits und Standorten abseits von Ballungszentren andererseits signifikante Transportverluste an.
  19. Subventionen: Entfallen eines Großteils umweltschädlicher Subventionen
  20. Schadenskosten: Bei PV nahezu unbedeutend. WKA können im Schadensfall überschaubare Kosten verursachen. Der mögliche maximale Schaden bei einem Super-Gau liegt gemäß zwei Studien zwischen 6090 und 7500 Mrd. € und ist damit der schwerwiegendste überhaupt.
  21. Umwelt-Folgekosten:
    a) Energieträgergewinnung: Bei EE und Power2Gas keine. Bei Steinkohle sog. "Ewigkeitskosten", beim Braunkohletageabbau hohe Kosten für Renaturierung. Beim Uranabbau katastrophale, möglicherweise niemals rückgängigmachbare Umweltzerstörung mit exorbitanten Kosten: Yellow Cake: Die Lüge von der sauberen Energie ARTE Dokumentation
    b) Stromerzeugung: Bei EE und Gas keine: Entfallen der Folgekosten sämtlicher durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursachten Umweltverschmutzung durch Luftschadstoffe: in Deutschland gehen pro Jahr zehntausende Krankheitsfälle und Todesopfer allein auf das Konto der (Blei-, Schwefeldioxid-, Cadmium-, Arsen-, Stickoxid-, Quecksilber-haltigen) Abgase fossiler Brennstoffe [3]. Zusätzlich radioaktive Kontaminierung der Umwelt durch Uran in der Kohle.[4] Bei Atomkraft Kosten für durch AKW verursachte Krebserkrankungen.
  22. Strombörse-Absurditäten: Vermeidung billiger Stromexporte oder gar negativer Strompreise (bei Ersatz träger (& ineffizienter) Großkraftwerke durch BHKW und/oder Speicher) und einer Power2Gas-Infrastruktur, wo sämtliche "Stromüberschüsse" über den nationalen Bedarf hinaus sinnvoll für die Produktion von Wasserstoff und/oder Synthese von Methan verwendet werden können.
  23. Heiz- & Klimaanlagenkosten: bei Vollholzhäusern entweder weitestgehende Minimierung oder vollständiges Entfallen dieser Betriebskosten
  24. Volkswirtschaftlicher Nutzen: Energiewendeinvesitionen würden im Inland Arbeitsplätze schaffen in den Bereichen Installation, Inbetriebnahme und ggf. Wartung sowie Produktion von EE-Anlagen oder BHKW. Damit würde die Binnenwirtschaft angekurbelt und es entstünde ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen. Im Gegensatz dazu sind die Importkosten fossiler Energieträger (derzeit rund 80 Mrd. € pro Jahr) volkswirtschaftlich verloren - sie nutzen nur ausländischen Ölkonzernen und Kohle- bzw. Gaslieferanten.

Ergo: Schlimmstenfalls wäre eine solche Energiewende genauso teuer wie ein "weiter so wie bisher" und bestenfalls sogar sinkende Stromkosten aufgrund diverser o.g. Faktoren. Unter Berücksichtigung des volkswirtschaftlichen Nutzens (letzter Punkt) wäre die o.g. Energiewende in jedem Falle preiswerter!"

VersorgungssicherheitBearbeiten

  1. Energieautarkie:
    a) National komplette Importunabhängigkeit - gegenüber 100%iger Importabhängigkeit bei Uran und Steinkohle und fast völliger Abhängigkeit bei fossilem Gas! Nur über dreckige, wirkungsgradschwache, Umwelt-zerstörende und -verpestende Braunkohle verfügt die BRD in nennenswertem Maße.
    b) Regional/Kommunal - teilweise oder vollständige Zurückgewinnung von Autonomie - Befreiung aus dem Preisdiktat/Kartell des Stromerzeugeroligopols
    c) individuell teilweise - vollständige Selbstversorgung mit dem Ziel "Energieversorgung in Bürgerhand" - geringere Abhängigkeit und mehr Selbstbestimmung beim "normalen Stromkunden".
  2. Kein Kühlwasserbedarf (gerade in Trockenzeiten und Dürreperioden sehr wichtig) - In Frankreich fallen aufgrund von Problemen, Kühlwassermangels zu warmen, nicht brauchbaren Kühlwassers regelmäßig die angeblich "zuverlässigen" Atomkraftwerke aus. In Deutschland würde bei weiteren Dürresommern ähnliches drohen.
  3. Minimiertes Blackoutrisiko: aufgrund exzellente Flexibilität, nämlich sekundenschneller Regelbarkeit, kann einem drohenden Blackout entgegengewirkt werden - ggf. sogar einem Auslands-induziertem Blackout
  4. Ausfallsicherheit: Außerordentlich hoch bei einem dezentralen Netzes aus intelligent-geregelten BHKW und Selbstversorgungseinheiten mit Speichern (während der plötzliche und ungeplante Ausfall eines Großkraftwerkes einen Blackout verursachen kann ist der kleiner, dezentraler EE-Anlagen oder BHKW irrelevant, weil diese aufgrund der geringen Leistungsgröße netzunkritisch sind)
  5. Exzellente Schwarzstartfähigkeit, wichtig zum Hochfahren nach einem Blackout [5]
  6. Ressourcenwechsel: Ersatz endlicher Ressourcen (fossile & nukleare Energieträger) gegen erneuerbare Energien (Sonne, Wind, Wasser, Biogas, per EE produzierter Wasserstoff (Elektrolyse) oder synthetisiertes Methan (Methanisierung von H2)
  7. Entfallen des Energiebedarfs (auch Autarkieaspekt): Bei Vollholzhäusern entfällt der Heizungsbedarf entweder weitestgehend (Rest per Photothermie oder Wärmepumpe) oder komplett bei gesundem Passivhaus ohne Technik.
  8. Speicherproblem gelöst - bei Power2Gas und Nutzung des bestehenden Gasnetzes (kein Ausbaubedarf)

Kommentar: Die behauptete "Versorgungssicherheit" bei Atomkraft ist nur eine Mär: die angeblich "ach so zuverlässigen deutschen AKW" fallen bis zu 30 Prozent ihrer Betriebszeit aus - außerdem sind sie Kühlwasser-abhängig.

Ergo: Inbesondere die Versorgungssicherheit würde strategisch mit dem hier vorgestellten Konzept deutlich steigen

UmweltschutzBearbeiten

  1. Kaum umweltschädliche Abwärme
  2. Signifikant weniger Umweltbelastungen, da synthetisch reines Gas ohne Belastungen durch Schwefel o.a.
  3. CO2-neutral bei Verwendung von Methan aus Power2Gas
  4. Sehr gut recycelbar (Kohlekraftwerke kaum recycelbar, AKW gar nicht, aber Rückbau extrem teuer)
  5. Umweltschäden:
  • BHKW, dezentrale PV, Kleinwind- & Kleinwasserkraft-Anlagen: keine
  • WKA (groß): Mensch: Beeinträchtigung durch Infraschall und Schattenwurf kann durch hinreichende Abstandsregelungen vermieden werden, Fauna: ggf. Abholzung und Gefahr für Vögel oder Fledermäuse
  • PV-Großanlagen: Flächenverlust und Verschattung
  • Braunkohle (in der BRD einzig verbliebene Kohleart): durch Tagebau katastrophal - Zerstörung kompletter Lebensräume für Flora und Fauna, Freisetzung diverser Schadstoffe in die Luft
  • AKW: während des Normalbetriebes diverse Schäden an Mensch und Umwelt durch Freisetzung radioaktiver Substanzen über den AKW-Schornstein oder Abwasser. Bei einen Super-GAu der INES-Stufe 7 unvergleichlich katastrophale Schäden.

UmsetzbarkeitBearbeiten

  1. Exzellente Skalierbarkeit
  2. In den Industriezweigen mit [besonders] hohem Wärmebedarf lässt sich durch die Kombination verschiedener BHKW-Typen (Stirling-Motor, Verbrenner oder Brennstoffzelle) genau der jeweilige Wärmebedarf abdecken.
  3. Bedarf für Umweltgenehmigungen wie bei Großkraftwerken entfällt (auch Kostenvorteil)
  4. Sehr kurze Installationszeit:
  • Wochen bei BHKW, dezentraler PV & Kleinwindanlagen
  • Monate bei WKA und Reaktivierung von Kleinwasserkraftwerken
  • viele Jahre bei konventionellen Großkraftwerken
  • bei AKW ggf. auch ein Jahrzehnt oder länger

Potenzielle EinwaendeBearbeiten

Energiewende ist viel zu teuer Bearbeiten

Die Energiewende könnte laut Altmaier, ein alteingesessener Energiewendebremser und Demagoge gegen selbige, angeblich bis "300 Mrd. €" kosten.

Erwiderungen:

  • Da Panikmache und Übertreibungen keine Grenzen kennen, ist nach oben alles offen und auch noch höheren Beträgen Tür und Tor geöffnet. Auf welchen belastbaren Zahlen Altmaiers Schätzungen von "könnte" und ähnlich schwammiges Gefasel basieren, bleibt dabei offen.
  • Regelmäßig wird die Aufstellung der Gegenrechnung unterschlagen: was nämlich ein "weiter so wie bisher" kosten würde. Auch konventionelle Großkraftwerke halten nicht ewig, sondern besitzen nur eine begrenzte Lebensdauer. Sowohl Atom- wie auch Kohlekraftwerke fallen weder vom Himmel, noch wachsen sie auf Bäumen. Neue Kohlekraftwerke kosten mittlerweile Mrd. Und die Energieträger sind im Gegensatz zu EE weder kostenlos, noch werden diese frei Haus geliefert. Bei EE entfällt im Gegensatz zu Kohle- und Atomkraftwerken die Entsorgung des Mülls. In diesem Kontext sei auf den Vergleich der ökonomischen Rahmenbedingungen des angeblich ach so billigen Atomstroms mit EE-Strom verwiesen:
    Theoretische Erwaegungen-Analyse der Rahmenbedingungen
  • Wegen der genannten Kostenvorteile aufgrund außerordentlicher Wirkungsgradsteigerungen und kostenloser, frei Haus gelieferter Energieträger, die weder kostenträchtig abtransportiert noch entsorgt werden müssen, kann eine hinreichend kompetent geregelte Energiewende spätestens langfristig nur preiswerter als ein "weiter wie bisher" sein.
  • Da der Import fossiler Energieträger für die letzten fünf Jahre allein 400 Mrd. € kostete und bei einem "weiter so wie bisher" bis 2040 für Energieträger-Importe (fossil), Kraftwerksbetrieb, Schäden durch Luftschadstoffe und Klimafolgekosten voraussichtlich 5400 Mrd. anfallen werden, sind einmalige 300 Mrd. ein Schnäppchen!
  • Die Importkosten für fossile Energieträger sind volkswirtschaftlich verlosen - sie nutzen nur ausländischen Ölriesen und anderen Großkonzernen. Hingegen diese Importkosten hingegen im eigenen Land in innovative Technik investiert, würde dies der Breite der Gesellschaft zugute kommen.



Kein Perpetuum mobileBearbeiten

Auch dieses Konzept kann physikalisch unmöglich ein perpetuum mobile sein und nicht ausschließlich mit selbst erzeugtem Gas betrieben werden.

Erwiderungen:

  1. Von einem Betrieb mit ausschließlich selbst erzeugtem Gas kann auch keine Rede sein: Im Regelfall wird die Stromproduktion durch einen hinreichend ausgebauten EE-Anlagenpark erzeugt. Nur in Mangelzeiten wird auf das synthetisierte Gas zurückgegriffen, welches zu Überproduktionszeiten erzeugt wurde.
  2. Gas muss in späteren Überproduktionszeiten ständig neu erzeugt werden.
  3. Dazu muss der EE-Anlagenpark mind. so weit ausgebaut werden, dass eine ausreichende Gasneusynthetisierung mittles statistisch hinreichender "Überproduktion" gewährleistet ist.
  4. Mit diesem Konzept gewinnt "Überproduktion" eine völlig neue Qualität: während mit dem aktuell veralteten Kraftwerkspark eine Überproduktion ggf. zu negativen Strompreisen führen kann, wenn das Ausland diesen Strom nicht will, so würde mit diesem Konzept jegliche Produktion über den Strombedarf hinaus selbst (inländisch) genutzt werden, um Gas zu synthetisieren. Jeglicher Zwang zum Stromexport entfällt.



Unguenstiges Strom-Waerme-Verhaltnis von BHKWBearbeiten

BHKW wie der "Dachs" haben ein Strom-Wärme-Verhältnis von etwa 1:6, womit sich das Problem ergibt, die Wärme sinnvoll zu nutzen. Wenn die Wärme sinnlos verpufft, ist auch der BHKW-Vorteil des hohen Gesamtwirkungsgrades dahin.

Erwiderung:

  • Ja, für BHKW auf Basis eines Stirling-Motors ergibt sich solch ein für Privatnutzer ungünstiges Verhältnis: Der elektrische Wirkungsgrad von Stirlingmotoren liegt bei nur rund 17%.
  • BHKW auf Basis eines Verbrennungsmotors besitzen jedoch einen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 45%
  • Neuste BHKW-Technologie auf Brennstoffzellenbasis verfügt sogar einen sensationellen elektrischen Wirkungsgrad von rund 60%.



Niedriger Wirkungsgrad von Gas-Synthetisierung und RueckwandlungBearbeiten

Aus der Summe der Einzelwirkungsgrade der verschiedenen Stufen

  • Elektrolyse (Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff): 70%
  • Verdichtung & Transport: 80%
  • Rückwandlung per BHKW auf Brennstoffzellenbasis: 60%

ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von nur 34%.

Erwiderungen:

  1. Gilt nur zeitweise, wo mit per BHKW Strom erzeugt wird - abzüglich nicht vorhandener Transportverluste
  2. Damit liegt der elektrische Wirkungsgrad immer noch auf dem ständigen Niveau deutscher Atomkraftwerke oder älterer Braunkohlekraftwerke - zuzüglich der Übertragungsverluste aufgrund zentraler Strukturen
  3. Die Wärme, deren Erzeugung oftmals teuer als die von Strom ist, fällt praktisch kostenlos ab
  4. Die o.g. Rechnung gilt nur solange, wie die Abwärme nicht mittels Sterlingmotoren in Strom gewandelt oder sonstwie sinnvoll genutzt wird

Insbesondere die konzeptionelle Wandlung der ehemals unweltschädlichen Abwärme bei konventionellen Großkraftwerken in Nutzwärme bei dezentralen BHKW, die als praktisch "kostenloses Geschenk" abfällt, ist ein
Kostenvorteil, der alle elektrischen Wirkungsgrad-Wandlungsverluste mehr als ausgleicht.

Dezentralisierung hat nicht nur VorteileBearbeiten

Große Kraftwerke wurden deswegen gebaut, um Skaleneffekte zu nutzen. Diese gehen bei der Dezentralisierung wieder verloren.

Erwiderungen:

  • Dieser Einwand ist diesem konkreten Fall aufgrund multipler Wirkungsgrad-Steigerungen unzutreffend:
    die Wirkungsgradsteigerungen durch das BHKW-Konzept (Verdoppelung) in Kombination mit dem besseren Transportwirkungsgrad aufgrund eines eliminierten Übertragungsverlustes (welcher aktuell bis zu 30% von Nord nach Süd betragen kann) überwiegt bei weitem alles, was an Skaleneffekten bei Großkraftwerken erreichbar ist.
  • Tatsächlich ist die Dezentralisierung auch in anderen technischen Problemfeldern die Lösung für zuvor unüberwindbar geglaubte Probleme:
    A. Radioteleskope (RT) sind hinsichtl. ihrer Größe an technische Grenzen gestoßen. Durch die anschließende Dezentralisierung durch ein Array vieler kleiner RT konnte ein virtuelles Teleskop einer Größe realisiert werden, welches ein physikalisches zentrales RT niemals hätte erreichen können.
    B. Der neueste Techniktrend in der Kameratechnik geht von einer großen und teuren Einzellinse auf viele kleine preiswerte Linsen, die Möglichkeiten eröffnen, die mit einem großen Einzelobjektiv unerreichbar sind.



Warum fehlende Umsetzung?Bearbeiten

Wenn das so vorteilhaft ist wie dargestellt, warum wurde das nicht längst umgesetzt?

Antworten:

  • Eine hinreichend kompetent gesteuerte Energiewende konterkariert das Geschäftsmodell von Branchen, welche über die einflussreichsten und mächtigsten Konzerne verfügen: Ölkonzerne und Kohleindustrie
  • Lobbyorganisationen der Ölkonzerne und Kohleindustrie wie z.B. eike betreiben seit Jahrzehnten Desinformation
  • Das Energieerzeugeroligopol betreibt seit Jahren FUD und Desinformation gegen die Energiewende [1]
  • Einflussreiche Figuren wie z.B. H.W. Sinn hetzen in Vorträgen mit "Entscheidungsträgern" seit Jahrzehnten mittels Pseudoargumentation gegen die Energiewende
  • Jahrzehntealte Großkonzerne sind erfahrungsgemäß unfähig zu einer grundlegenden Neukonzeption des eigenen Geschäftsmodells. Sie halten an den überkommenen [Denk-]Strukturen fest und erweisen sich oftmals als innovationsunfähig.
  • Politiker sind schlicht und ergreifend fachlich inkompetent.
  • Regierung generiert sich immer offener (>> Dieselskandal) als Handlanger und Erfüllungsgehilfen einflussreicher Wirtschaftszweige (siehe Punkt 1)

[1] So behaupteten 1993 "Ihre Stromversorger":
„Denn regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken. Können wir ein solches Vorgehen verantworten? Nein.“ [6]
Mit dieser Behauptung lagen die Stromversorger um eine ganze Größenordnung, also Faktor 10, daneben. Ob diese Falschbehauptung nun grober Inkompetenz oder gar Verlogenheit geschuldet war: in jedem Falle sind schwere Zweifel an Behauptungen des Stromerzeugeroligopols angebracht, was angeblich in Bezug auf die Energiewende nicht möglich sei.

Energiewende ins NichtsBearbeiten

Alle von H.W. Sinn vorgetragenen Einwände treffen nur und ausschließlich auf den derzeit bestehenden Kraftwerkspark und die politisch zutiefst inkompetent gesteuerte Energiewende. Eine hinreichend kompetent regelte Energiewende, z.B. entsprechend des hier vorgestellten Konzeptes, die auch auf einen völlig anderen Kraftwerkspark ohne träge Großkraftwerke hinausläuft, beseitigt alle Vorbehalte - inklusive der Kosten und des angebl. unlösbaren Speicherproblems (selbst Herr Sinn gesteht ein: "Bei Gas gibt es kein Speicherproblem")! Siehe Vorteile

Gas ist klimaschaedlichBearbeiten

"Aber Gas ist doch ein fossiler und kein erneuerbarer Energieträger, der obendrein bei der Verbrennung CO2 erzeugt!"

Erwiderung: Per Methanierung erzeugtes Methan ist eben nicht fossil, sondern synthetisch. Durch Power2Gas syntetisiertes Methan ist klimaneutral, weil das bei der Verbrennung erzeugte CO2 zuvor während der Methanisierung gebunden wurde.

Energiewende im WaermesektorBearbeiten

  • Drastische Reduzierung des Primärenergiebedarfs: Vom gesamten Energieverbrauch der BRD wird rund die Hälfte für das Herstellung von Baustoffen, das Bauen (sog. "graue Energie") und das Beheizen, Kühlen, Betreiben und Sanieren der Bauten verwendet. Die Zementherstellung ist extremst energieintensiv, weil diese bei rund 1500°C erfolgt (Gastemperatur bis zu 2000°C). Durch Umstellung auf gesunde und nachhaltige Vollholzbauten könnte diesen Bereich auf ein Zehntel oder weniger gedrückt werden!
  • Energiewende in der Stromerzeugung nach o.g. Konzept dient auch der Wäremerzeugung
  • Stärkere Förderung (finanziell & konzeptionell) von Photothermie
  • Massive Förderung von gesunden Holzhäusern (macht Heizung & Dämmung mit/aus Erdölprodukten obsolet, siehe BR-Videobeitrag "Energieeffizientes Wohnen: Warum Holz ein genialer Baustoff ist - Faszination" & "Erwin Thoma 2017")
  • Subventionsabbau / Sonderabgaben für Beton-Häuser

Energiewende im TransportBearbeiten

Richtig ist, dass die Umstellung auf E-Mobilität nach aktuellem Muster nicht die Lösung sein kann, weil dies u.a. seltene Erden benötigt.

PersonenverkehrBearbeiten

  • Ausbau von Fahrradwegen, Förderung von Nahfeldeinkaufsmöglichkeiten [7]
  • Massiver Ausbau und Förderung/Subventionierung des öffentlichen Nahverkehrs
  • Zurückdrängung des Individualverkehr mit allen sinnvollen und zielführenden Mitteln
  • Wo immer möglich und sinnvoll einsetzbar sollten wieder E-Busse mit Oberleitungen eingesetzt werden, die gar keinen Akku benötigen
  • Wo Oberleitungen nicht sinnvoll sind, sollten Busse mit Brennstoffzellen oder Akku, die nicht auf Basis seltener Erden funktionieren, zum Einsatz kommen
  • Ansonsten E-Kleinbusse (mit Brennstoffzellen oder alternativen Akkus) auf individuellen Routen, die möglichst mehrere Personen befördern.

Sofortige Beendigung der Subventionierung schaedlicher TransporteBearbeiten

  • hohe Besteuerung von Flugbenzin - ggf. Nachversteuerung
  • MWSt-Pflicht auch für internationale Flüge
  • Hohe Besteuerung von Schweröl

WarenverkehrBearbeiten

  • Ausbau des Schienennetzes
  • Verlagerung des Transports vom LKW auf die Schiene
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